Rund um Köln 2015 (GCC)

Am Sonntag stand mit „Rund um Köln“ eines der Saisonhighlights sowohl für mich persönlich als auch für das Team auf dem Programm. Unsere Taktik sah vor, dass Rennen möglichst über die gesamten 68 zum teil schwierigen Kilometer zu kontrollieren um unseren Kapitänen Robert und Marcel (der kurzfristig für Bastian eingesprungen war) zu ermöglichen, am Ende um den Sieg zu Sprinten.

Auf den ersten flacheren Kilometern erfüllten vor allem Peter, Marc, Christian und Thomas diese Aufgabe  mit Bravour und so konnten wir geschlossen und gut positioniert in den ersten Anstieg fahren. Hier übernahm ich zum ersten mal die Führung und versuchte ein gleichmäßig hohes Tempo anzuschlagen um Attacken der Konkurrenz zu erschweren. Dies gelang und so konnten wir noch mit zahlreichen Team-Fahrern in der Spitzengruppe, darunter auch Robert und Marcel, den zweiten zwar deutlich kürzeren, dafür aber brutal steilen Anstieg in Angriff nehmen.

Hier zeigte dann Marcel, dass er heute auch am Berg zu den absolut Stärksten im Feld zählte. Unter den ersten heftigen Schmerzen des Tages konnte ich seinem Tempo zwar gerade so folgen war am Gipfel aber zu platt, um die gerissene Lücke zum Feld auszunutzen, so dass wir schnell wieder gestellt waren.

Bis zum Anstieg zum Schloss Bensberg konnte ich mich aber gut erholen, den asphaltierten Teil des Berges erneut von vorne fahren und somit in Führung liegend auf das Kopfsteinpflaster gehen. Hier wählte ich leider nicht die ideale Spur und wurde von 4 Fahrern, darunter erneut Marcel, überholt. War ich an der Kuppe noch dran, wurde ich leider zu Beginn der Abfahrt um ein par Meter distanziert, die ich auch deshalb nicht wieder schließen konnte, weil die 4 Spitzenfahrer in dieser Situation Windschatten von 2 Begleitfahrzeugen bekamen.

Da wir mit Marcel einen Top-Mann in der Spitzengruppe hatten, mussten in der Folge die Teams „Der Freistaat“ und „Drinkuth-Multipower“ die Lücke schließen, was ihnen nach einer Weile jedoch auch gelang. Bis hierhin waren wir als Team ein annähernd perfektes Rennen gefahren und durch Robert, Marcel, Alex K, Alex B., Florian R., Florian K. und mich in großer Stärke im ca. 30 Mann starken ersten Feld vertreten.

Leider wurden wir dann von einer großen Gruppe des Langdistanzrennens „aufgerollt“, die auch viele eigentlich abgehängte Fahrer aus unserem Rennen zurückbrachte. Ab jetzt war es eine reiner „Überlebenskamp“ in einem sehr großen, extrem hektischen, Feld. Auf der Severinsbrücke gelang es mir zwar noch einmal nach vorne zu kommen, doch in der letzten Kurve verbremste ich mich erst und wurde dann durch Florian K., der selbst nur durch ein verrücktes Manöver auf dem Rad bleiben konnte, kurz behindert, so dass ich mich mit Rang 27 zufrieden geben musste.

Marcel und Robert machten es besser und fuhren starke Plätze 3 und 4 ein. In Verbindung mit dem 2.Platz in der Teamwertung sicher ein sehr gutes Resultat auch wenn ein kleiner Wermutstropfen bleibt wenn man bedenkt, wie wir das Rennen bis zum Zusammenschluss der Gruppen kontrollieren konnten. Trotzdem war es ein geiler Renntag mit einem geilen Team und meine Form vor allem am Berg lässt auch nichts zu wünschen übrig. Mal sehen, wo und wann ich sie das nächste mal nutzen kann.

 

Bis dahin,

 

Manuel