Großer Preis der Kreissparkasse Heinsberg

Am Wochenende stand das Team DKS u.a. beim Hobby-Rennen in Heinsberg mit fünf Fahrern am Start (Robert, Basti, Thomas, Andreas und mir, Alexander B.).
Der Kurs war unverändert zu den Vorjahren mit einer relativ kurzen Start-/Zielgerade von vielleicht 120m und ansonsten zahlreichen Kurven vor der vorletzten Geraden, die mit ca. 300m deutlich länger ist als die Zielgeraden. Bei Rückenwind in dem Teil der Strecke kommt man dort im Finale auf 55 km/h und mehr.

Bildquelle: HJ Dick
Bildquelle: HJ Dick

Das Rennen wurde vom Start weg durch die Spicher schnell gemacht, v.a. Erik Fischer versuchte so unsere Sprint-Koryphäen unter Druck zu setzen. Da ich aber gut los kam, saß ich ihm direkt am Hinterrad, wodurch sich das Rennen auch nach zwei Runden etwas beruhigt hatte, ich jedoch an der Spitze verblieb, um das Rennen zu kontrollieren. Ich versuchte dabei v.a. auf den Geraden das Tempo anzuziehen, um die Gelegenheiten für Überraschugnsattacken zu minimieren.

Wenig später kam es dann aber zu einem Angriff von Erik Fischer, auf den ich sofort reagierte.
Wir hatten in dem Moment tatsächlich eine größere Lücke zum Feld geschaffen und harmonierten auch ganz gut an der Spitze, bis dann drei Runden später Robert, Basti und Jürgen Braun (ebenfalls ein Spicher) zu uns aufschließen konnten. In dem Moment zog dann Robert aber auch direkt an die Spitze und mein erster Gedanke war, „wenn das so rund läuft in der Gruppe, ist das Rennen gelaufen und wir kommen durch“. Leider wollte außer mir niemand anderes Robert ablösen, was von Seiten der Spicher teilweise auch zu verstehen ist, wenn mit Robert und Basti unsere beiden Sprinter vorne sind, wobei Erik aus dem Hauptfeld heraus später auch keine bessere Ausgangslage hatte.

Aufgrund dieser Uneinigkeit wurden wir dann auch folgerichtig vom Hauptfeld eingeholt, an dessen Spitze sich mittlerweile Thomas und Andreas vorgearbeitet hatten, wobei sich Thomas von nun an mit mir vorne im Wind abgewechselt hat. Hervorzuheben ist aber an dieser Stelle Andreas‘ Einsatz, der trotz Magenproblemen vorne im Wind (ja Andreas im Wind) an der Spitze des Feldes über eine Runde lang gefahren ist und danach auch dort vorne verblieb, leider jedoch im falschen Moment Plätze vorm Finale verlor.

Im Verlauf versuchten es den Spicher noch zwei-, dreimal, wobei Robert, Basti und ich immer aufmerksam waren und den Sprung ans Hinterrad sofort gesucht haben. Auch ich hatte zwischendrin ungewollt wieder eine Lücke, jedoch waren die Beine von der Anfangsattacke nicht mehr ganz so frisch, um einen längeren Ausreißversuch durchzustehen. So ging es dann auf den „Massensprint“ zu, wobei Thomas und ich uns gegenseitig ablösten, er jedoch die vorletzten Runden fuhr, damit ich noch etwas an Kraft  für den Schlussakkord aufheben konnte.

Anderthalb Runden vor Schluss übernahm ich dann, wissend, dass Robert und Basti beide quasi direkt hinter mit waren, und versuchte auf der Start-/Zielgeraden mit einem stärkeren Antritt das Feld etwas in die Länge zu ziehen, damit keiner auf die Idee einer letzten Attacke kommen konnte.
Im kurvigen Teil der Strecke habe ich dann noch einmal herausgenommen, wissend, dass dort Überholen doch recht schwer ist, um dann zu Beginn der langen Geraden noch einmal richtig anzutreten, um den Sprint anzuziehen. Gen Ende der Geraden hatte ich dann auch 52 km/h auf dem Tacho, wurde dann aber vor der letzten Kurve zur Zielgeraden vom „Dreigespann“ der Sprinter überholt, die in der Reihenfolge Erik, der wohl mit einem frühen Antritt versuchte, die anderen zu überraschen, Basti und Robert an mir vorbeirauschten.

So ging ich dann nicht mehr frisch, aber in bester Position an Roberts Hinterrad in den Sprint, wobei mir auffiel, dass Robert Mühe hatte seine Kraft auf die Strecke zu bringen, da sein Hinterrad beim Beschleunigen aus der Kurve noch etwas hoppelte, wodurch er zu viel Meter am Anfang der Zielgeraden verloren hatte, um Basti und Erik noch gefährden zu können (zumindest auf so einer kurzen Geraden). Zwischen den beiden Letztgenannten ging es aber sehr eng zu, wobei Bastian Dick wieder einmal das bessere Ende für sich hatte und Erik Fischer, der wahrscheinlich mittlerweile Albträume vom Team DKS bekommt, knapp schlagen konnte … ;)

Für mich persönlich lief es so, dass ich am Anfang der Zielgeraden den Dreien noch näher kam, mir dann allerdings der nötige Punch auch aufgrund des unverhältnismäßig vielen Fahrens an der Spitze fehlte, um noch vorne einzugreifen, weswegen ich die letzten Meter auch „ausrollen“ ließ mit 56 km/h und als Vierter über Ziellinie rollte. Allerdings auch in bester Frische kann ich gegen die Drei nur auf engen Kursen in Kombination mit nicht zu langer Zielgerade etwas ausrichten.

So war es mit den Plätzen 1,3,4,8 (Andreas) und 10 (Thomas) wieder ein hervorragendes Ergebnis für uns, was uns auch in der Champions Wertung ganz vorne hält.

Alles in allem hat der Wettkampf v.a. mit den Spichern wieder viel Freude bereitet und macht die bevorstehende Rennpause umso ärgerlicher…


Alexander

Ergebnisse:


Sieg Bastian Dick

3. Robert Gebauer

4. Alexander Buchwald

8. Andreas Kliem

10. Thomas Karwath