Sparkassen Münsterlandgiro (GCC)

Am letzten Samstag ging es für Daniel, Heinz-Werner, unseren Gastfahrer Georg Teucher von den Regenbogenfahrern, Thomas, Alexander B., unseren Topsprinter und Sieganwärter Bastian und mich (Andreas K.) zum geliebten und gehassten Rennen nach Münster.
Mit Steffen, Marcel, Florian R., Christian, Manuel und Alex K. standen auch noch weitere Teamfahrer auf der 110 km Distanz und mit Herbert, Stefanie und Ludger noch weitere Fahrer auf der 140 km Distanz am Start.

Auf dem Kurs, der der Inbegriff von unselektiv ist, war unser Ziel, durch Bastian den ersten Sieg für das Team bei einem GCC-Rennen zu holen. Dabei gingen außer Heinz-Werner alle aus Block A an den Start, Heinz-Werner musste leider aus Block D starten.
Alex und ich fuhren nach dem Start direkt nach ganz vorne und beteiligten uns viel an der Führung. Dies war nicht aus irgendeiner Nettigkeit oder Mannschaftsdienlichkeit motiviert, sondern diente dazu, möglichen Stürzen aus dem Weg zu gehen und nicht hinten im Feld stecken zu bleiben.
Bastian konnte sich mit seiner Routine und seinem guten Auge erlauben, etwas weiter hinten seine Kräfte für den Sprint schonen, Thomas hatte keine Mühe, dem Tempo zu folgen, aber Schwierigkeiten sich im ca. 120 Mann starken Feld durchzusetzen und fuhr dementsprechend meistens auch weiter hinten. Gelohnt hat es sich, zuverlässige, sichere und faire Fahrer zu Orientierung zu nutzen – so waren die Hinterräder z.B. Michael Koslowski von Rotz Racing oder Pascal Hanhart von Green n fit bei Alex und mir sehr beliebt.

Vor allem von Drinkuth kamen immer mal ein paar kleine Attacken, die aber kaum einer Erwähnung notwendig sind, da sie nicht wirklich von Substanz waren und leicht gekontert werden konnten – wenn man das mit den Attacken vergleicht, die man z.B. beim Trainingsrennen in Landgraaf erlebt, ist das doch eine ganz andere Kategorie. Immerhin haben diese so aber in den an sich recht langweiligen Rennverlauf etwas Bewegung gebracht.
Für uns lief soweit erstmal auch alles nach Plan – wir hatten noch 4 Leute im Feld für eine ordentliche Teamwertung und brauchten keine Sorge haben, dass eine Ausreißergruppe, die Bastians erhofften Sieg verhindern könnte, ins Ziel durchkommt.

Ein bisschen Hektik kam auf, als wir die ersten langsamen Fahrer der 110km überholt haben. Wir kamen mit unserem Feld aber doch ganz gut da vorbei. Kurz nachdem wir die erste langsame 110km-Gruppe passiert haben, hörte ich dann einen Knall rechts hinter mir– ein Schlauch war geplatzt. Alex hat mich darauf hingewiesen, dass es sich leider um Bastians Schlauch handelte. Damit war die Hoffnung auf einen Sieg begraben. Alex und ich haben aber noch auf eine Top-10 Platzierung gehofft. Wir versuchten, auf den letzten Kilometern, die quasi nur geradeaus gingen, uns möglichst die ganze Zeit vorne aufzuhalten, was auch ganz gut geklappt hat. Alex ist einmal auch einer Attacke gefolgt, die aber niemand von den anderen bis zum Schluss durchziehen wollte. In einem ungünstigen Moment ca. 2 Kilometer vor dem Ziel schob sich zunächst ein Fahrer rechts vor mich, als ich an 4. Position lag. Dann ist ein ganzer Zug mit mehr als 20 Fahrer rechts an mir vorbei gefahren und ich konnte wegen des Fahrers rechts vor mir nicht nachsetzen, ohne einen Massensturz zu riskieren, dementsprechend war an der Stelle das Rennen für mich gelaufen. Alex steckte ebenfalls ab hier fest, kam aber auf der besseren, rechten Seite noch etwas weiter nach vorne als ich.

Wenn man nicht ganz vorne ist, ist überholen auf dem letzten km durch die schmaler werdende Zielgeraden sehr gefährlich bis unmöglich, sodass wir auf unseren Positionen blieben und ohne zu sprinten ins Ziel rollten.


Thomas kam auch noch mit dem Feld ins Ziel, Georg, Daniel und Heinz-Werner mit etwas Rückstand. Alex brachte dann noch Bastian mein Hinterrad, damit er damit ins Ziel fahren konnte und nicht ewig an der Strecke warten musste. Durch das Pech insbesondere mit Bastians Platten waren wir nach der Zielankunft natürlich etwas enttäuscht. Zu allem Überfluss mussten wir dann noch feststellen, dass Alex falsch gewertet wurde. Er stand als 116. auf der Ergebnisliste, was absolut keinen Sinn ergab. Damit wurde dann die ohnehin schon schlechte Teamwertung noch schlechter.


So ging dann für uns die diesjährige GCC-Saison etwas enttäuschend zu Ende, am nächsten Tag in Kempen sollte aber noch ein kleiner Trost folgen.

Die Platzierungen im Überblick:


32. Andreas Kliem
57. Thomas Karwath
116. Alexander Buchwald (falsch gewertet, eigentlich 20.-25.)
193. Georg Teucher (Gastfahrer von den Regenbogenfahrern der DKS)
304. Daniel Scharpe
694. Heinz-Werner Ermisch
1120. Bastian Dick („nächstes Mal schaffste den 30er Schnitt“)

9. Team

110 km Distanz:


24. Steffen Berger
35. Marcel Hartmann
72. Florian Rumpel
114. Manuel Eckervogt
128. Alexander Kremer
182. Christian Kremer


4. Team


140 km Distanz:


20. Stefanie Schwaninger
108. Ludger Schulte-Bocholt
111. Herbert Schwaninger