Rund um die Burg - Kempen (VCC)

Nach dem aus Teamsicht etwas enttäuschenden GCC-Saisonfinale in Münster ging es für Stefanie, Thomas, Marc, Alexander B., Florian, Bastian und mich zum endgültigen Saisonfinale nach Kempen.

Auch dieses Rennen – das Finale des Volksbank Cycling Cup Niederrhein - ist sehr speziell und ähnlich wie Münster gehasst und geliebt zugleich. Der flache Kurs beschreibt in etwa einen Kreis mit 2 Kilometern Umfang, deshalb muss man so gut wie nie bremsen. So entsteht ein sehr unselektives Rennen mit einer sehr hohen Durchschnittsgeschwindigkeit.
Die tolle Kulisse in der wunderschönen Stadt in Kempen, die vielen Zuschauer und die Möglichkeit, auch als weniger starker Fahrer im Feld eine sehr hohe  Durchschnittsgeschwindigkeit zu fahren, lockte über 60 Fahrer an den Start, was natürlich ein gewisses Gefahrenpotential hat zur Folge.

Der Rennverlauf war auf der für Ausreißer denkbar ungeeigneten Strecke wie erwartet verhältnismäßig unspektakulär. Es gab immer wieder Attacken, die allesamt aber schnell gekontert wurden. Durch die Durchschnittsgeschwindigkeit von über 44km/h hatten auch Zeitfahrspezialisten wie Bernd Quitzow keine wirkliche Chance zu entkommen.

Unser Team bestimmte in allererster Linie durch Florian das Tempo. Aber auch Alex, Thomas, Marc und ich gingen immer wieder durch die Führung. So konnten wir sicher gehen, dass nicht doch jemand erfolgreich ausreißen könnte und gleichzeitig das Sturzrisiko minimieren. Unser Topsprinter Bastian und sein stärkster Konkurrenz Erik Fischer waren dagegen abgebrüht genug, hinten oder in der Mitte des Feldes ihre Kräfte zu schonen.

Zwischenzeitlich steckte ich auch im hinteren Teil des Feldes fest, die Routine und das Auge erst spät nach vorne zu fahren wie die absoluten Topsprinter habe ich allerdings nicht; also entschied ich mich, sobald die Lücke da war, mit Vollgas am Feld vorbei wieder nach vorne zu fahren. Im Vorfeld habe ich darüber nachgedacht, wenn ich sehr effizient fahre, eventuell eine finale Attacke ca. 800m vor dem Ziel zu setzen. Weil ich aber, um in eine günstige Position zu kommen schon vorher viel Leistung aufwenden musste, entschied ich mich dagegen. Also setzte auf einen Zielsprint und wartete, nachdem Florian aus der Führung gegangen war, darauf, von den Topsprintern Bastian und Erik überholt zu werden, um mich an diese drannzuhängen. Dies gelang mir leider nicht. So war ich dann auf der Zielgeraden mäßig gut positioniert und habe den Sprint ein wenig verpennt, weil ich auf dem Kurs immer irgendwie das Gefühl hat, das Ziel kommt erst später (immerhin wusste ich, wann die letzte Runde war ;) ).


Ich konnte mich aber noch in die Top-10 retten, womit ich eigentlich ganz zufrieden war; wichtiger war aber, dass Bastian den Sprint, wenn auch sehr knapp, gegen Erik Fischer gewinnen konnte.

Überraschend knapp dahinter folgte der mir unbekannte Reinhold Kleebaum auf Platz 3.
Alle anderen Fahrer von uns griffen nach getaner Arbeit nicht mehr oder nur noch halbherzig in den Sprint ein. Eine besondere Erwähnung verdient hat noch Stefanie, die keine Mühe hatte, dem 44er Schnitt des Männerfeldes zu folgen. Bastian konnte sich mit seinem Sieg außerdem den zweiten Platz in der Gesamtwertung des VCC Niederrhein sichern. Robert wurde 4. und Alex 7. Glückwunsch an den Gesamtsieger Stefan Wolff!

Nach dem verkorksten Rennen in Münster konnten wir so mit einer guten Mannschaftsleistung und einer starken Individualleistung von Bastian einen gelungenen Saisonabschluss feiern; vor allem mit dem Rennen in Kempen hatten wir nach mehreren mehr oder weniger dämlichen Niederlagen gegen Erik Fischer in den Vorjahren eine Rechnung zu begleichen.

 

Bis Bald

Andreas

Die Platzierungen des Tages im Überblick:


1. Bastian Dick
10. Andreas Kliem
13. Alexander Buchwald
23. Marc Odenkirchen
36. Stefanie Schwaninger (schnellste Frau)
47. Florian Rumpel
54. Thomas Karwath