Rund um Ascheffel

Am Wochenende des 19./20.03.2016 fand in Ascheffel und Nortorf zur Saisoneröffnung eine

 

Doppelveranstaltung statt. Geplant war ein Doppelstart mit Übernachtung, da die Veranstaltungsorte dicht beieinander im Herzen von Schleswig- Holstein liegen.

 

Da meine gefühlte Form sehr gut war, meine Familie mich begleitet hat und es der erste Start für das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung sein sollte, war die Motivation für Rund um Ascheffel entsprechend groß.
 

 

Motivation alleine macht ja bekanntlich keine Sieger und da ich alleine für das Team am Start stand war die Marschrichtung fürs Rennen klar, ziemlich weit vorne fahren und mich trotzdem verstecken.

 

 

Dies gelang mir nach einem hitzigen Start auch sehr gut. Die Strecke, ein 16,5 km langer Rundkurs über voll gesperrte Straßen, war technisch sehr anspruchsvoll und vor allem überraschend profiliert. Es ging praktisch nur rauf und runter. Während der ersten beiden Runden fuhr ich immer so um Position 20-30 herum und die Beine fühlten sich eigentlich sehr gut an. Meist sorgten die Teams die mit mehreren Fahrern am Start waren fürs Tempo und ich musste nur meine Position halten.

Besonders die sehr knifflige und hackelige Einfahrt in die kräftig ansteigende Zielgerade hatte ich mir fürs Finale eingeprägt. Plan war es so ca. an Position 10 um die Ecke zu fahren und dann im Finale dabei zu sein, ganz vorne wäre zwar besser wegen der Sturzgefahr, aber den ersten Fahrern würden todsicher die Beine einschlafen.

 

 

Also war ich in der dritten und letzten Runde besonders wachsam und ich spürte bei vielen Fahrern die Müdigkeit. Mir ging es sehr gut und ich war zuversichtlich der im Ziel wartenden Familie ein ordentliches Finale bieten zu können.


Mein Plan ging perfekt auf und ich kam ohne große Energieverluste in sehr aussichtsreicher Position in die letzte Kurve. So jetzt noch 300 m konzentrieren und alles geben und dann…..

 

Weiter kam ich leider nicht in meinem Rennen. Neben mir versuchte ein Fahrer noch die verbleibenden 5 cm zum Bordstein zu nutzen, wie zu erwarten war mit fatalen Folgen.

 

Er brachte mehrere Fahrer zu Fall. Vor und hinter mir Sturzopfer. Ich selber hatte noch Glück und konnte meine Linie einigermaßen halten. Leider knallte ein stürzender Fahrer voll in mein Hinterrad, bewusst wurde mir dies erst beim Versuch wieder zu beschleunigen.

 

Die Luft war raus. Ventil abgerissen, Laufrad Totalschaden, Schaltwerk und Schaltauge defekt. Also die paar Meter zu Fuß ins Ziel.

 

 

Leider stellte sich in der Folge heraus dass die Schäden vor Ort nicht zu beheben waren.

 

Meine Hoffnungen für das Rennen am nächsten Tag in Nortorf schwanden also dramatisch.

 

Trotz einiger Telefonate mit befreundeten Fahrern ließ sich abends nichts mehr ausrichten.

 

Am Sonntagmorgen habe ich noch über den Veranstalter versucht Hilfe zu bekommen, aber auch diese Versuche blieben erfolglos. So blieb mir nichts anderes als enttäuscht abzureisen.

 

Positiv für das weitere Training und die nächsten Rennen, die Form war super und ich bin

 

körperlich unversehrt.

 

Ergebnis:

 

48. Georg Schmidt

 

Weitere Ergebnisse: http://www.herzog-sport.de/dok_erg/20160319str_356_erg.pdf