Clever und cool aufs Podium in Limburg!

Angriff des jungen Wilden!

Unser ewig junger Fahrer und Mitsponsor des Teams, Peter Mohr, konnte am Sonntag einen tollen dritten Platz beim Straßenrennen in Limburg herausfahren.
Zuvor musste aber auch er sich auf dem schweren, nur 850m langen Kurs mit ansteigender Zielgerade ordentlich quälen.
Insgesamt holte Peter damit den zweiten Podestplatz innerhalb von zwei Wochen und fährt aktuell in bestechender Form. Da gibt es doch so ein Sprichwort zum Thema Wein...

Peters Bericht:

Wie zunächst anders erwartet, gingen mein Teamkollege Alexander und ich am vergangenen Sonntag in Limburg bei bestem Wetter an den Start des Limburger City Rennens, mit uns noch zahlreiche andere Fahrer, so dass wir fast so viele Starter wie in der C-Klasse hatten.

 

Um 14.15 Uhr fiel der Startschuss und wir begannen auf dem 850 Meter kurzen Kurs recht schnell unsere Runden zu drehen. Vor einem nicht nennenswerten leichten Anstieg auf der Start- und Zielgeraden gab es jedoch eine Kurve, die aufgrund eines vorrangehenden leicht abfallenden Stückes nicht zu unterschätzen war. Bereits in Runde 3 kam es in besagter Kurve zum ersten Zwischenfall in Form eines Sturzes von 3 Fahrern. Nur wenige Zentimeter blieben zwischen dem Unfall und meiner Person. Leider musste ich jedoch komplett abbremsen, aus meinen Pedalen klicken und wieder aus dem Stand die Fahrt aufnehmen. Alexander hatte an der Stelle Glück, da er sich vor dem Unfall in einer besseren Position befand.

Ich sagte mir, dass dies doch jetzt wohl nicht sein kann und dachte schon, ich würde die Lücke nicht mehr schließen können. Es kam jedoch anders. Die Führungsgruppe war noch in greifbarer Nähe und ich konnte mich mit einem gefühlt 190er Puls wieder herankämpfen. Anschließend hieß es, die Nerven zu behalten und sich möglichst vorne,  am besten unter den ersten Fünf zu positionieren. Das Rennen war richtig spannend und Alexander ließ es sich auch nicht nehmen, zwischendurch immer mal wieder zu puschen. Nur ein einziges Mal bin ich selbst kurz vorne gefahren und habe mich auch direkt wieder brav eingeordnet, um Körner zu sparen.

Leider hatte sich wie von den meisten Fahrern unbemerkt, bereits der spätere Sieger davon gemacht und es ging nunmehr nur noch um Platz 2 und 3.

In der vorletzten Runde wurde das Tempo plötzlich stark verringert und keiner wollte so wirklich den Anfang machen, das Finale einzuläuten, nachdem eine Fluchtgruppe mit Alexander und Klaus Janke, die sich beim letzten Prämiensprint abgesetzt hatten, wieder eingeholt wurde. Erst in der letzten Runde und auf dem abfallenden Stück des Kurses ging es wieder richtig zur Sache. Ich fasste mir ein Herz und gab alles was ich noch an verbliebener Kraft hatte, um mit vollem Schwung auf die Zielgerade fahren zu können. Mit Erschrecken sah ich in der letzten Kurve, einen bereits überrundeten Fahrer, welcher mittig auf der Strasse und völlig unbesorgt sein eigenes Rennen fuhr. Nur wenige Meter vor der Kurve gelang es einem weiteren Mitstreiter, dem späteren Zweitplatzierten, Klaus Janke, sich noch vor mich zu kämpfen. Wir hatten beide großes Glück an dem langsam fahrenden „Hindernisfahrer“ vorbei eine Linie zu finden, in der wir mit nahezu unverzögerter Geschwindigkeit auf die Zielgerade einbiegen konnten, , was uns auch gelang. Letztendlich konnte ich mich dann im Sprint als Drittplatzierter glücklich schätzen, was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich realisierte. Durch die zahlreichen Überrundungen war es uns allen nicht so wirklich klar, ob sich nur 1 oder auch sogar 2 Fahrer vorab und während des Rennes bereits vom Feld abgesetzt hatten.

 Wie ich dann später von Alexander erfahren habe, war der Überrundete auch für ihn zum Problem geworden. Um mich nicht zu gefährden oder mich von meiner Position abdrängen zu müssen, musste er seine Fahrt verringern und konnte dann leider nicht mit um Platz 2 und 3 kämpfen. Ein großes Dankeschön an seine hervorragende Teamarbeit. Während des ganzen Rennens waren wir beide immer recht nah zusammen und konnten uns im Feld sehr gut behaupten. Zu all dem gelang es Alexander in Mitte des Rennens mit einem souveränen Sprint eine Prämie einzufahren.


Alles in allem war es also wieder einmal ein erfolgreicher Tag für das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung und insbesondere für mich, da es mein erstes Podium bei einem Straßenrennen war.