3. Hochsauerland Challenge in Winterberg

Am vergangenen Wochenende stand unser Team auch bei der Hochsauerland Challenge in Winterberg am Start und das sogar über beide Distanzen, 52 und 104 km.
Unsere vier Starter auf der langen Runde konnten dabei den Sieg in der Teamwertung verbuchen, während wir auf der kurzen Distanz nur zu zweit am Start waren, weswegen wir trotz guter Einzelplatzierungen, Platz 6 und 8, kein Teamergebnis einfahren konnten.

Rennbericht, Alexander Buchwald:

Vorneweg möchte ich sagen, dass das meine erste Teilnahme an der Hochsauerland Challenge, aber mit Sicherheit nicht meine letzte war. Man merkt, dass Olaf Ludwig als Ex-Profi den Teilnehmern ein richtiges Rennerlebnis bieten und nicht nur möglichst hohe Einnahmen generieren will im Gegensatz zu manch anderer Veranstaltung.

Das Rennen war sehr gut organisiert, fand auf ausschließlich breiten Landstraßen mit gutem Asphalt statt und es herrschte eine lockere, sehr entspannte Atmosphäre. Ein weiterer Pluspunkt, der sich im Verlauf ergab, war ein sehr homogenes Teilnehmerfeld in Bezug auf die Leistungsdichte, wodurch das Rennen tatsächlich erst am Schlussanstieg trotz zahlreicher vorangehender Attacken entschieden wurde und niemand mit einem 40km-Ausreißversuch á la Tony Martin das Feld im Alleingang hinter sich lassen konnte. Ebenso angenehm war dabei, dass das Teilnehmerfeld mit gut 70 Startern überschaubar war, was keine große Hektik aufkommen ließ.

Der Startschuss fiel mitten in der Winterberger "Altstadt", wobei zunächst neutralisiert gestartet wurde, was ebenfalls etwaiger Hektik entgegenwirkte. Danach folgten 10 km, die es leicht bergab ging, wobei das zahlenmäßig am stärksten vertretene Team, die Haberich Cycling Crew, die Tempoarbeit hauptsächlich übernahm. 


Aus unserem Team standen nur Manuel und ich auf der kurzen Distanz am Start, was aber unserer "Teamarbeit" nicht im Wege stand. Bis zum ersten Anstieg fuhren wir immer unter den ersten Zehn im Feld, um dann am ersten Anstieg aufzudrehen. Ich konterte dabei eine Attacke von Haberich und setzte mich an die Spitze des Feldes, während Manuel direkt im Anschluss noch einmal attackierte, womit die Marschroute für den weiteren Rennverlauf vorgegeben war.

Im folgenden, welligen Terrain fuhren wir abwechselnd mit Haberich im Wind, wobei ich kurz vor dem zweiten Anstieg das Tempo hoch hielt, was Manuel perfekt in eine Attacke umsetzte und sich eine ordentlichen Vorsprung herausfahren konnte. So konnte er einige Kilometer allein an der Spitze zurücklegen, wurde dann aber doch wieder gestellt, woraufhin ich die Führungsarbeit über die nächsten Wellen übernahm, um das Tempo hochzuhalten.

Vor dem schwierigsten Rennabschnitt, den beiden Schlussanstiegen ging es noch einmal in eine Abfahrt, in der ich und Nick, ein Fahrer von Haberich, aufgrund unserer Vorliebe für Abfahrten einen kleinen Vorsprung herausfahren konnten, wobei auch wir schnell wieder gestellt wurden. Im vorletzten Anstieg kamen nun einige aus der Reserve und das Rennen nahm an Fahrt auf, während das Feld auf eine Führungsgruppe von ca. 20 Fahrern schrumpfte.


In der letzten Abfahrt des Tages manövrierte ich mich wieder nach vorne, nachdem ich am Anstieg doch ein paar Positionen verloren hatte, wobei ich auf der nicht allzu langen Abfahrt eine Lücke herausfahren konnte, welche zunächst von vier Fahrern und erst am Fuße des Anstieges vom Rest der Gruppe geschlossen werden konnte.

Im Schlussanstieg zeigte Manuel direkt seine Klasse und zog mit zwei anderen Fahrern an der Spitze weg, während ich mich an das Hinterrad des Vorjahresdritten hielt, welchen ich gen Ende des Anstieges aber auch ziehen lassen musste, da ich mir nicht ganz sicher war, wie lang sich der Schlussanstieg noch ziehen würde, und gleichzeitig ziemlich am Anschlag war. Ähnliches geschah auch weiter vorne, wo Manuel von den späteren Podiumsfahrern reißen lassen musste, nachdem er den Anstieg weitesgehend von der Spitze gefahren war.


So kamen wir alle mehr oder minder einzeln an der Kuppe an, von wo aus es noch einen Kilometer bis ins Ziel ging, erst bergab, dann wieder bergauf. Dabei konnte ich mich noch an meinen Vordermann "heransaugen" und ihn vor der Ziellinie noch überholen, wobei der Fahrer auch am Vortag in Nidda bei den dt. Jedermannmeisterschaften am Start stand. Dann steht einem nicht mehr der Sinn nach Sprinteinlagen. Manuel konnte sich dabei den 6. Platz sichern, während ich auf Platz 8 ankam. Gerade aufgrund unserer aktiven und v.a. den anderen unterstützenden Fahrweise bin ich aber sehr zufrieden mit dem Rennen und auch dem Ergebnis.


Man kann aber auch festhalten, dass Streckenkenntnis v.a. gen Rennende geholfen hätte, um sich den Schlussanstieg besser einzuteilen, aber hätte, hätte.... 


Insgesamt hat das Rennen sehr viel Spaß gemacht und ist wirklich weiterzuempfehlen!


PS: Nach "Rund um Köln" mit den ewigen Positionskämpfen vom Start weg war dieses Rennen Urlaub für das ZNS, keine Adrenalinspitzen durch unnötiges Gerangel, alles nur aufs Rennfahren fokussiert.

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