Skoda Velorace Dresden - lange Distanz - GCC

Am Sonntag, den 14.8.2016 stand für das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung das 8. Rennen des German Cycling Cup in Dresden auf dem Rennkalender.  Für das Team  starteten auf der langen Runde (5 Runden à 21 km) Helena, Stefanie, Christopher, Herbert, Thorsten, Alex K., Marcel und ich (Michael) und als Gastfahrer Daniel Pessara. Bei nahezu perfekten äußerlichen Bedingungen (19°C, leicht bewölkt, kaum Wind) galt es, einen 21 km langen Innenstadtkurs in der sächsischen Landeshauptstadt 5 Mal zu bewältigen. Der Kurs war tellerflach und auch 2 Tunnelunterführungen und 2 Brückenüberfahrten über die Elbe konnten keine Anstiege darstellen. So waren die Hindernisse und Herausforderungen der Strecke vielmehr in zahlreichen Fahrbahnverengungen, Querungen von Straßenbahnschienen und zwei 180°C Spitzkehren zu suchen, was das Renngeschehen in der Enge des Feldes nicht ganz ungefährlich erschienen lies.

Nach einem gemeinsamen Essen mit dem gesamten Team am Samstagabend gingen wir Fahrer gut gestärkt und motiviert auf die Strecke. Ziel war es, eine möglichst homogene Teamplatzierung anzustreben um den 4. Platz in der Teamwertung zu verteidigen. Auf dem flachen Kurs war von einem Massensprint auszugehen, was uns bei der Fahrernominierung nicht unbedingt entgegenkam, denn unsere etatmäßig besten Sprinter starten in erster Linie auf der kurzen Distanz. Daher schielten wir auch ein wenig auf eventuelle Ausreißergruppen.  Von Beginn an war das Tempo recht hoch und die großen Teams in Gestalt von Bürstner-Dymo Cycling und Merkur-Druck.com kontrollierten das Feld.

 

In der zweiten Runde startete dann aber doch ein zunächst vielversprechender Ausreißversuch, indem zwei Fahrer attackierten. Ich sprang hinterher, zog aber zwei Fahrer von Merkur-Druck.com mit. Leider waren die Zwei nicht an einem ernsthaften Ausreißversuch interessiert, da sie überhaupt gar nicht mitfuhren und nur die Tempoarbeit von mir und meinen zwei anderen Mitstreitern störten, obwohl wir ziemlich schnell einen recht großen Vorsprung von einigen hundert Metern rausgefahren hatten. Daher war sofort klar, dass der Ausreißversuch zum Scheitern verurteilt war und nach einer halben runde an der Spitze wurden wir auch wieder vom Merkur-Druck.com angeführten Feld geschluckt. Sie wollten wohl unbedingt ein geschlossenes Fahrerfeld auf die Zielgerade bringen und aus einem Massensprint heraus erfolgreich sein; anders lässt sich das Nachfahren der eigenen Ausreißer nicht deuten.

Entsprechend verlief dann das Rennen auf den ausstehenden drei Runden. Wenig ereignisreich ging es in die letzte Runde, in der das Tempo nochmals erhöht wurde. Besonders auf den letzten 5 km, auf denen es ohne Kurven langgezogen am Elbufer Richtung Semperoper entlang ging, begannen schon die Positionskämpfe für den Schlussspurt. Mehrere Fahrbahnverengungen u.a. unmittelbar vor der Ziellinie machten die Kämpfe um die beste Ausgangsposition stellenweise zu einem Harakiri-Ritt. Ich konnte mich aber ganz gut „durchboxen“ und reihte mich sehr weit vorne in die Meute ein. Die anderen Teamfahrer fanden nicht das richtige Hinterrad und konnten –auch bedingt durch die Fahrbahnverengungen – nicht ganz vorne im Kampf um die Platzierungen eingreifen.

 

Auf den letzten leicht ansteigenden 100 m hatte ich leider nicht mehr den ganz großen Punch und 5 Fahrer zogen noch knapp an mir vorbei, sodass ich letztendlich auf dem 17. Platz (8. AK Masters 1) fuhr. Für mich persönlich aber ein zufriedenstellendes Ergebnis. Es gewann in einem Photofinishentscheid  Julian Horstmann (Bürstner-Dymo Cycling) ganz knapp vor Matthias Hahn (Racing Team Bachus Bike) und Christian Müller (Merkur-Druck.com ). In der Teamwertung für dieses Rennen landeten wir etwas enttäuschend auf Platz 9, wodurch wir auf den 5. Gesamtrang zurückgefallen sind. Der Rückstand auf Platz 4 beträgt jedoch nur 4 Punkte, was bei noch zwei ausstehenden Rennen durchaus noch aufzuholen ist.

 

 

Erwähnenswert  ist noch unser „Nesthäkchen“ Helena, die in der Frauenkonkurrenz ein famoses Rennen absolvierte und mit Platz 3 aufs „Treppchen“ fuhr was gleichbedeutend mit dem Sieg in der AK Juniorinnen ist. Nicht unerwähnt soll der 6. Platz von Stefanie bleiben, die leider durch vor ihr stürzende Fahrer/Innen ausgebremst wurde und so den Anschluss an die erste Gruppe verlor. Im weiteren Verlauf des Rennens musste sie sich in kleineren, nicht so gut laufenden  Gruppen durchkämpfen und fuhr unter diesen Umständen auf einen sehr guten 3. Platz der AK Masters 1.

 

 

Die Platzierungen 105 km im Überblick:

 

3. Helena Bieber (1. AK)
6. Stefanie Schwaninger (3. AK)

 

17. Michael Schmidt
47. Christopher Pyhel
61. Herbert Schwaninger
63. Thorsten Knierim
66. Alexander Kremer
67. Daniel Pessara
85. Marcel Hartmann

 

9. Team DKS