Podium Kleve

Am vergangenen Wochenende konnte ich, Alexander Buchwald, mit meinem dritten Platz hinter Dennis Gräf und Erik Fischer endlich auch einen Podestplatz zu den Team-Palmarés im Rahmen des Klever Hobbyrennens beisteuern.


Bei widrigen Witterungsbedingungen fanden sich doch zahlreiche Fahrer an der Startlinie zusammen, um die 40 km Distanz, auf 20 Runden verteilt, gemeinsam bei launigem Aprilwetter im Spätsommer anzugehen. Dabei standen neben mir noch Andreas Kliem, Thorsten Knierim, dem bereits das C-Klasse-Rennen vom Vormittag in den Beinen steckte, Thomas Karwarth und Marc Odenkirchen am Start.


Vom Start weg versuchten wir das Tempo und das Feld zu kontrollieren, wobei ich selber ein, zwei kleinere Attacken lancierte, um die Beine für etwaige spätere und ernst gemeinte Versuche zu testen. Allerdings setzte sich die Serie von Attacken in fast jeder Runde fort, wobei das Feld unter unserer und Team Blitz Spich's Regie im ersten Renndrittel zusammen blieb.


Dann jedoch startete Dennis Gräf vom Team Nutrixxion 11 Runden vor Schluss zum wiederholten Male einen Angriff, dem Erik Fischer mit etwas Verzögerung nachsprang. In dem Moment fuhr ich bewusst an seinem Hinterrad, da ich wusste, dass er bei der entscheidenden Attacke dabei sein würde. So konnte ich seinem Antritt gut folgen und wir fuhren beide gemeinsam nach vorne zu Dennis, wobei wir uns schnell einig waren, diese Attacke richtig durchzuziehen, ohne um Führungsarbeit zu feilschen. Die ersten drei Runden hatte ich noch ziemlich unter dem initialen Kraftaufwand zum Herausfahren aus dem Feld zu leiden und so musste ich ziemlich beißen, um an den beiden dran zu bleiben, zumal es in der Zwischenzeit zum x-ten Male geregnet hatte und ich meine Stärke, das Kurvenfahren, nicht nur nicht ausspielen konnte, sondern in Dennis Gräf auch einen im Regen mindestens ebenbürtigen, wenn nicht sogar eher überlegenen Gegner gefunden hatte (Anm.: früher war ich risikofreudiger...). Daher mussten Erik und ich nach jeder Kurve zusätzlich antreten.


So kam es nach ein paar Runden, wie es kommen musste, Dennis fuhr Erik und mir auf der ansteigenden Zielgeraden einfach davon, da ich eine Führung auslassen musste und Erik ebenfalls nicht mehr hinterher kam. Zu dem Zeitpunkt lagen noch 7 Runden vor uns und meine Zuversicht, das Tempo durchzuhalten, ging gen Null. Also mussten Erik und ich uns arrangieren, um ein gleichmäßiges Tempo anzuschlagen, was auch wirklich gut funktionierte, so dass sich nach zwei Runden Dennis' Vorsprung bei ca. 10-15 sek. einpendelte. Allerdings kamen wir irgendwann nicht mehr näher heran, da sich Dennis das Rennen augenscheinlich hervorragend eingeteilt hatte. Dabei zweifelte ich permanent daran, dass wir überhaupt durchkommen, bis der Streckensprecher zwei Runden vor Schluss Entwarnung von hinten gab.


So bogen Erik und ich gemeinsam in die Schlussrunde ein und erst dann begann das erste Mal das Pokern, wer noch durch die Führung geht. Da ich ohnehin ziemlich am Ende war und dem Braten, respektive dem Tempo des Feldes hinter uns immer noch nicht ganz traute, fuhr ich den Großteil der Runde, einschließlich der Zielanfahrt von vorne. Erik sprintete dann von meinem Hinterrad an mir vorbei, was ich noch zu parieren versuchte, aber die Beine gaben nicht mehr als den dritten Platz her, was mir in dem Moment aber ziemlich egal war, da ich nur erleichtert war, den Vorsprung überhaupt ins Ziel gebracht zu haben.

Am Ende bleibt mir nur meinen Teamkollegen zu danken, die hinten die Nachführarbeit gestört und mir den Rücken frei gehalten haben (leider haben wir dieses Mal das Teamfoto vergessen)!

Sportliche Grüße,
Alexander