Race am Rhein 46 & 92 km

Am vergangenen Sonntag wurde das Team DKS mit über tausend weiteren Radsportlern auf die Strecke rund um Düsseldorf geschickt, welche im nächsten Jahr von den Profis bei der Tour de France ebenfalls unter die Räder genommen wird.

 

92 km Distanz:

Bei dem 92km-Rennen mussten unsere Fahrer diese Runde zweimal absolvieren. Am Start waren Robert, Florian R., Alex K., Herbert, Daniel P., John, Daniel S. und Thorsten sowie Stefanie.

 

 

 

Das große Feld sortierte sich relativ schnell und so war bereits die erste Überquerung der Bergwertung für viele der Scharfrichter. Auf dem Weg durch das Neandertal, stets etwas aufwärts, kehrte ein wenig Ruhe ein und nach der zweiten Steigung durch Mettmann machte sich ein kompaktes Feld von rund 100 Fahrern zurück nach Düsseldorf.

 

 

Mit der ersten Zielpassage wurde das Tempo wieder etwas angezogen und im Hinblick auf die Bergwertung begannen die ersten Positionskämpfe. Im teilweise engen Straßengewirr konnten Robert und Florian R. sich optimal positionieren und der Tempoverschärfung an der Bergwertung ohne Probleme folgen. Dahinter gingen einige Lücken auf, welche die restliche Fahrer nicht alle schließen konnten. So hatte sich das bis dato große Feld in eine 27 Mann starke Spitzengruppe und eine knapp 50 köpfige zweite Gruppe aufgelöst. Während vorne nun um den Sieg gekämpft wurde, war es in der zweiten Gruppe eine zügige Fahrt Richtung Ziel.

 

 

15km vor Schluss konnte sich der Sieger Holger Koopmann aus der ersten Gruppe lösen. Im Spurt der restlichen Spitzengruppe konnte unser Kapitän Robert trotz Krämpfen noch auf Platz 9 sprinten und sicherte sich nebenbei auch noch Platz 3 in der Bergwertung.

 

Platzierungen:

 

7. Stefanie Schwaninger (2. AK)

 

9. Robert Gebauer (3. AK)
19. Florian Rumpel
41. John Klinkhammer
63. Alexander Kremer
66. Herbert Schwaninger
68. Thorsten Knierim
78. Daniel Pessara

Quelle: Steraphoto (https://stera.photo/)
Quelle: Steraphoto (https://stera.photo/)

46 km Distanz:

Am Sonntag ging es für Bastian Dick, Alexander Buchwald, Christian Neumann, Heinz-Werner Ermisch und Daniel Berres auf die schöne, 46km kurze Runde durch Düsseldorf, Mettmann und Ratingen. Bastian war natürlich Topfavorit; nach dem krankheitsbedingten Fehlen von Erik Fischer hielten wir Michael Koslowski von Rotz Racing für den gefährlichsten Herausforderer.

 

Nach dem Start ging es zunächst in einen Tunnel. Bastian startete mit sehr hohem Tempo, damit das Feld etwas in die Länge gezogen wird. Nach wenigen hundert Metern normalisierte sich das Tempo und es ging ein paar Kilometer zum ersten Anstieg an der Pferderennbahn in Düsseldorf Grafenberg. An diesem Anstieg mit 60 Höhenmetern auf 1,3km wird auch die erste Bergwertung bei der Tour de France vergeben – vielleicht die einfachste, die es jemals gab – da werden wir
wahrscheinlich einen Sagan, vielleicht sogar einen Kittel, Greipel oder Cavendish im Bergtrikot sehen.


Anders als erwartet wurde hier mit knapp 27km/h ein sehr niedriges Tempo angeschlagen und es gab auch keine Attacken, sodass jeder Fahrer mit ein bisschen Rennerfahrung problemlos mitfahren konnte. Nach dem Anstieg gab es dann die eine oder andere Attacke. Ein Fahrer konnte eine etwas längere Zeit vorne weg fahren. Bastian war eigentlich der Meinung, dass Alexander und vor allem ich ihn direkt wiederholen sollten. Mit richtig Dampf hinterher zu fahren, wäre mir aber zu anstrengend gewesen und ich habe gesehen, dass er seinen Vorsprung nicht ausbauen konnte. Alex und mir war also klar, dass wir die Situation im Griff hatten.


Nach einigen Kilometern war er dann auch wieder gestellt. In Mettmann folgte ein weiterer Anstieg, dieser war etwas kürzer, aber steiler als der erste. Vorm eigentlichen Anstieg ist die Straße bereits leicht ansteigend. Alex und ich hatten Streckenkenntnis und wussten, was zu tun ist, Michele de Palma von Blitz Spich dagegen nicht. Er machte den Fehler und attackierte mit 2 anderen Fahrern im leicht ansteigenden Teil am Fuße des Anstieges. So fuhr er mit hohem Puls in den Anstieg rein, als Alexander Buchwald, Bastian Dick, Michael Koslowski und ich uns ganz vorne ans Feld setzten und das Tempo forcierten.


So musste ich dann immerhin für zwei Minuten 400 Watt auf die Kurbel bringen, um meine Plautze über die Kuppe zu bringen und wir verkleinerten das Feld auf knapp 40 Fahrer. Unter anderem Michele de Palma und Thorsten Brinsa konnten dem Tempo nicht mehr folgen.
Nach dem Anstieg verlief das Rennen weiterhin ruhig bis zum Zielsprint. Eine wichtige Stelle war dabei der Kö-Bogen Tunnel ca. 1km vorm Ziel. Vor dem Tunnel verengte sich die Strecke auf eine Spur. Hier ließ ich mich leider im hinteren Teil des Feldes einbauen während Alexander mit viel Kraftaufwand und Bastian mit gewohnt viel Geschick nach vorne fahren konnten.


In der ansteigenden Tunnelausfahrt konnte ich dann noch ein paar Plätze gut machen, ein paar weitere 400m vorm Ziel beim Anfahren auf die letzte 180° Kurve und noch ein paar weitere im Zielsprint, sodass immerhin ein 11. Platz drin war. Alexander fuhr einen ganz langen Sprint von ganz vorne, wodurch er natürlich auf den letzten Metern zurück fiel, aber einen ordentlichen 8. Platz ins Ziel retten konnte. Bastian hat in gewohnt souveräner Manier vor Michael Koslowski den Sieg geholt.


Alles in allem war es ein sehr schönes, sehr gut organisiertes Event mit einer sehr schönen Strecke und vorbildlicher Streckensicherung. Es gab keine unnötige Gefährdung durch schlecht gesicherte Strecken, Zusammenlaufen von verschiedenen Renndistanzen oder Skater auf der Strecke und auch kein Ergebnischaos oder ähnliche Unannehmlichkeiten.


Auch wurde von allen Teilnehmern sehr fair gefahren und der Umgang war sehr freundschaftlich.
Wir hoffen also auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr trotz der leider recht großen Intoleranz gegenüber der Veranstaltung vonseiten der Anwohner in Düsseldorf.


Platzierungen:
1. Bastian Dick
8. Alexander Buchwald
11. Andreas Kliem
194. Christian Neumann
360. Heinz-Werner Ermisch
648. Daniel Berres