Crossrennen Dorsten

Erst mal wieder Grundlagenkilometer sammeln nach der knapp 4 wöchigen Phase mit stark eingeschränktem Radbetrieb. Auf jeden Fall mal ruhig angehen lassen. Halt. Was ist das. Bei Radnet ist ein Crossrennen in Dorsten ausgeschrieben. Also quasi um die Ecke. So kann man doch die Saison 2017 auch einläuten. ;-)

 

Bei herrlichem Sonnenschein und fast 14 ° C gab der Oktober noch mal alles und sorgte für beste Laune rund um den Wulfener Markt. Die etwa 2,5km lange Strecke bestand aus einem Rundkurs um den Barkenbergsee. Die relativ trockenen Tage vorher sorgten dafür, dass auch die teils ruppigen Rasen/Weidepassagen gut befahrbar waren. Diese wechselten sich ab mit schmalen Schotterwegen und Pflasterpassagen. Einige Hindernisse aus quergestellten Bohlen und einer doppelt zu durchfahrenden  je ca. 10m langen Sandpassage haben die Parkourbauer in den Weg gestellt. Insbesondere der Sand machten vielen Teilnehmern zu schaffen. In den ersten Teil fuhr man aus einer kleinen Anhöhe. Man bekam zwar Schwung, aber tauchte regelrecht in den tiefen Sand ein. Man sollte schon den Lenker gut hochziehen, um den Köpper zu vermeiden. Spätestens der 2. Teil wurde dann aber im Laufschritt bewältigt. Das war allemal schneller. Eine Besonderheit war sicher auch, dass die Strecke durch das Gemeindehaus geführt wurde. Die Zuschauer waren so wirklich hautnah dabei.

 

Beim Start stand ich in der ersten Reihe. Der Starter gab das Kommando und wollte eigentlich noch einen Startschuss abgeben. Während ich noch auf den Schuss wartete, ging die Luzie auch schon an mir vorbei. Na super. Am ersten Hindernis war ich ca. auf Platz 8- 10. Das Hindernis bestand aus 2 aufgestellten Bohlen mit etwa 5m Abstand. Das stellte wohl schon einige vor Probleme. Ich konnte nach dem Hindernis gleich mal auf Platz 5 weiterfahren. Die 2 Fahrer an der Spitze waren da schon ca. 150m weg. Die anderen beiden aber nur etwa 30-40 m. Ich konnte relativ schnell aufschließen und dockte mich an. Der Sandkasten lies dann den ersten Mitstreiter zurückfallen. Während ich zumindest den ersten Teil noch durchfahren konnte, blieb einer direkt vorn regelrecht stecken. Gut das ich nicht hinter ihm gefahren bin.

 

Jetzt ging es direkt am See entlang. Ein schnell zu fahrender Schotterweg mit einer recht scharfen, nicht einsehbaren 90° Kurve, die auch noch zum Ende hin  enger wurde. Ich hatte mir die Strecke vor dem Rennen auf 2 Runden gut einprägt, sonst wäre ich hier wohl direkt mal in den nur 50 cm entfernten See gefahren.

 

An der Treppe zum Gemeindehaus konnte ich dann überholen und einen kleinen Abstand herausfahren. Nach dem Gemeindehaus ging es auf negativ geneigtem Pflaster in eine 180° Kurve zum Ziel. Hier hatten sich schon einige aus dem Vorrennen auf die Nase gelegt. Irgendwann schloss der Fahrer wieder auf. Als ich merkte, dass ich ihn nicht abschütteln konnte, ließ ich ihn eine halbe Runde die Führungsarbeit machen. Ich hörte seinen Atem immer lauter werden und ging wieder vorbei. Der Abstand wurde schnell größer und ich schaute wo der Fahrer auf Platz 2 war. Etwa 200m vor mir. Also Gas.

 

In Runde 3 legte ich mich dann fein im Sand ab und verdrehte mir dabei den Klickaufsatz unterm Schuh. Das war jetzt nicht direkt hilfreich. Ohne links einklicken zu können absolvierte ich den Rest im Verwaltungsmodus für den 3. Platz.

 

Die Strecke könnte für meinen Geschmack doch etwas technischer sein. Trotzdem hat der Veranstalter hier eine toll, organisierte Veranstaltung aus dem Hut gezaubert, mit dem Zeug ein Klassiker  zu werden. Ich hoffe sehr, dass sich einige Vereine aus der Umgebung hieran ein Beispiel nehmen und weitere Crossrennen organisieren.