Hockenheim - lange Distanz

Mein Team und ich standen, letzten Samstag, mit ca 14 Fahrern am Start des 120 km langen Circuit Cycling in Hockenheim. Das Wetter war zunächst super und viele hatten ihre Sonnencrem vergessen. Somit stand einem erfolgreichen Rennen nichts mehr im Weg. Unsere Vorgaben waren klar. Wir sollten unseren Kapitän Anthony, Jelle und Jochen aus dem Wind halten und in eine gute Ausgangsposition bringen.

Dies war mein erster Start in Hockenheim und somit war ich doch etwas überrascht, dass wir auf der Strecke warten mussten bis der Start- Zielbogen aufgebaut war. Desweiteren machte die Startblockaufstellung auch einen etwas chaotischen Eindruck. So war Startblock A komplett mit B gemischt.
Nach dem Start wurde das Tempo sofort angezogen und es wurde auch kein Deut langsamer. Es lag direkt eine gewisse Nervosität in der Luft. Ich wollte die Strecke erst einmal kennen lernen und habe mich mit Robert im vorderen Drittel des Fahrerfeldes aufgehalten. Bei den ersten Überrundungen war ich doch sehr überrascht, welches Gefahrenpotential die Überrundeten doch boten. So kam auch was kommen musste und es gab viele Stürze. In der 6ten Runde ereignete sich ein sehr schwerer Unfall, so dass das Rennen aufgrund eines Rettungshubschrauber Einsatzes abgebrochen wurde.
An dieser Stelle wünsche ich allen Gestürzten Teilnehmern eine gute Besserung und schnelle Genesung.
Das Rennen wurde nach einer Unterbrechung von einer guten Stunde mit verkürzter Distanz neu gestartet. Kurz vor dem Start gab es noch einen starken Schauer und sofort hatte ich ein mulmiges Gefühl und wollte nur noch heil durch das Rennen kommen. Viele Teilnehmer sind nach dem Schauer nicht mehr an den Start gegangen.
Das Rennen wurde sofort wieder extrem schnell und etwas chaotisch. Ich hielt mich, diesmal mit Jochen, wieder im vorderen Drittel des Feldes auf, welches durch einen Sturz etwas verkleinert wurde. Im Hintergrund sah man Blitze und der Regen schien von unten zu kommen. Dazu gesellte sich etwas stärkerer Wind. Da viele Fahrer aufgrund der Nassen Strecke sehr vorsichtig in den Kurven waren, gab es immer Situationen in denen einige Fahrer reißen ließen. So hatte ich des öfteren gut zu tun um entstandene Lücken zu zufahren. Leider habe ich die Runden nicht mitgezählt und befand mich in der letzten Runde, wie auch Alexander, Robert und Antony, nicht in einer optimalen Position. Auf der Zielgeraden sind wir dann auch noch auf eine langsamere Gruppe aufgefahren. So wurde die Zieleinfahrt etwas chaotisch und es gab ca. 50 m vor dem Ziel auch noch einen Sturz, dem ich ausgewichen bin. So bin ich am Schluss nur noch übers Ziel gerollt und habe mich geärgert, dass wir uns nicht besser im Feld positioniert haben.
Alles in allem ist das Rennen durch den Sieg von Helena Bieber und der Übernahme des Gelben Trikots dennoch ein großer Erfolg für das Team und wir haben uns bei einem alkoholfreien Bier auch sehr über die Siegerehrung gefreut.