Rund um Köln - kurze Distanz

Berichtvon Bastian Dick

 

Vergangenen Sonntag stand der Klassiker Rund um Köln auf dem Programm, wobei sich uns erneut einige Anstiege im Bergischen Land in den Weg stellten. Nach meinem Sieg in Leipzig drei Wochen zuvor ging ich äußerst motiviert an den Start, auch die unmittelbare Vorbereitung auf unser „Heimrennen“ im German Cycling Cup lief sehr zufriedenstellend.

Die obligatorische „Eisrunde“ einen Tag vor dem Rennen gab nochmal einen zusätzlichen Formschub.

Mit einer starken Mannschaft für die Kurzdistanz über 68 km rollten wir an die Startlinie, so dass eine vordere Platzierung Pflicht war. Aus der ersten Reihe startend fand ich schnell meine Position an der Spitze des über 2000 Fahrer/innen umfassenden Teilnehmerfeldes, so dass die ersten 20 Kilometer zügig und problemlos vergingen. 

Dann wartete mit dem Anstieg nach Neschen der erste Scharfrichter des Tages. Ich klemmte mich sofort an das Hinterrad meines Teamkollegen Manuel, der ein gleichmäßiges Tempo anschlagen sollte. Die Attacke von zwei Fahrern des Team Drinkuth und einem Fahrer der Haberich Cycling Crew konterten wir deshalb zunächst nicht. Somit kamen wir problemlos über die Kuppe des Anstiegs, doch leider gestaltete sich die Nachführarbeit auf den folgenden Kilometer als schwierig.

Die dreiköpfige Spitzengruppe konnte dadurch ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen, so dass ich im zweiten, giftigen Anstieg nach Bergisch Gladbach-Sand selbst das Tempo noch einmal erhöhte, um den Abstand zu verkürzen. Leider war dies erfolglos und auch der Anstieg zum Schloss Bensberg sorgte für keine weitere Selektion, so dass wir mit einer 35-köpfigen Gruppe zurück Richtung Köln fuhren.

Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass heute maximal der 4. Platz möglich war.

Nach einer kurzen Erholungsphase am Ende der Gruppe, versuchte ich kurz vor der Severinsbrücke eine optimale Position für den Sprint zu finden. Dies gelang mir ganz gut, ehe es eingangs der Zielgeraden zu einigen harten Positionskämpfen kam.

Auch hier konnte ich mich behaupten. Schließlich war es unser Teamchef Robert, der 300 Meter vor dem Ziel den Sprint eröffnete.

Da ich bereits in der Startaufstellung Gegenwind auf der Zielgeraden ausgemacht hatte, wartete ich bis zur 150 Meter-Marke um meinen Schlussspurt zu eröffnen. Wie in Leipzig entschied ich den Sprint deutlich für mich und überquerte als Vierter die Ziellinie. Obwohl ich das Siegerpodest knapp verpasst hatte, war ich mit meiner Leistung zufrieden. Auch im vierten Rennen der GCC-Saison 2017 gelang mir der Sprung unter die Top 5, was für die kommenden Rennen in Schleiz und auf dem Nürburgring hoffen lässt. Im August steht dann noch das Projekt „Titelverteidigung in Dresden“ auf der Agenda.

In der Teamwertung belegten wir wie im Vorjahr einen sehr starken 2. Platz.