Reifentest -Pirelli P Zero Velo 4s

Unser neuer Partner für Reifen ist die vor allem aus dem Motorsport bekannte Firma Pirelli, die auch die Reifen für die Formel 1 produziert.

Das Modell P Zero 4s ist dabei besonders für widrige Bedingungen auf guten Pannenschutz und gute Nasshaftung optimiert.

Unser Teamfahrer Daniel Bojko teilt seine ersten Erfahrungen in einem Bericht mit uns.

Möchte gerne paar Worte zum Neuen Pirelli Rennradreifen mit dem Kürzel 4s schreiben. Als erstes ein Dankeschön für die Möglichkeit einen namhaften Reifenhersteller und dessen Baby zu testen. Die Verpackung in einem edlem Karton lässt die Erwartungen nicht kleiner werden. Da will aber einer ab der ersten Sekunde des Kontakts direkt Eindruck schinden, was durchaus gelingt! Eingepackt hat man auch die Gelegenheit die Neugier etwas zu befriedigen und darf durch den Ausschnitt im Karton den Reifen anfassen. Und es fühlt sich nach viel Grip an. Vor lauter Ungeduld wird der Karton aufgerissen und zum Vorschein kommt ein Faltreifen umringt von einem Gummiband, daß man auch gerne als Armband tragen könnte. Ohne sich was einbilden zu wollen, irgenwie fühlt sich der Reifen schon anders als die Anderen an. Recht dünn und 217g leicht aber mit guter Festigkeit der Karkasse.

Als Schlauch hab ich mich für Latex entschieden, da dieser den Reifen etwas geschmeidiger hält und vor Pannen besser bewahren soll. Ich als Tubeless Fan bin recht niedrige Drücke gewohnt und hab dies auch mit dem Pirelli vor. Fahrergewicht von 84kg ohne Montur den min. Druck bei dem 25er Zero Velo 4s von 6bar sollten reichen. Also ab zum Rad die Reifen montieren...was ja mit Leichtigkeit ohne Werkzeug geschah. Zur meiner Freude baut der Zero Velo 4s nicht sehr in die Breite und bleibt geschmeidig bei 25mm. Was bei manchen Reifen nicht so der Fall ist, wenn eine etwas breitere Felge zum Einsatz kommt. Lange Rede kurzer Sinn....Fahren!!! Wetter so um die 3°C und recht windig...aber ist ja ein 4s!!! Also auf geht’s! Die ersten Meter machen es deutlich...bequem. Ein Blick nach Hinten sagt aber...da fehlt noch was. Und zwar etwas Luft. Also den Druck vorne 6 und hinten 6,5bar angepasst und die Reise neu gestartet. Weiterhin bequem aber diesmal sieht es hinten auch gut aus. Die Fahrt Nach einem Einrollen von 10min, für den Fahrer und Reifen geht die Konzentration auf das Verhalten um die ersten Eindrücke zu sammeln. Bis jetzt nichts auffälliges bemerkt, rollt wie soll aber etwas laut. Mann hört quasi wie der Reifen sich, wie eine Klette, an dem Asphalt verankert und wieder löst. In engeren Kurven mit weniger Geschwindigkeit neigt der Reifen zum leichten „Kippen“, was aber nach einer Schrecksekunde und dem Wissen weiter kein Problem darstellte. Nach ca. zwei Stunden Fahrt im Trockenen meinte Petrus es wäre Zeit für ein Wechsel der Wetterverhältnisse und bescherte erst einmal leichten Regen. Was bei nun ca. 2°C die Fahrt nicht unbedingt angenehmer macht. Aber da ja 4 Stunden Training auf dem Plan stehen heißt es durchziehen. Im Gegensatz zu mir machte es dem Velo 4s nichts aus...eher im Gegenteil. Hab mit Erstaunen bemerkt, dass der Velo 4s auf einmal leichter abrollte und etwas leiser wurde, wie sonst die meisten Reifen im trockenen. Dass das keine Einbildung war konnte ich eine Stunde später ausgiebig testen, als die ersten Fahrspuren der Autos austrockneten und ich zwischen trocken und nass hin und her wechseln konnte. Auf der Rückfahrt dachte sich Petrus noch was feines aus und ließ es von oben graupeln und etwas schneien. Trotz oder wohl eher gerade bei widrigen Bedingungen machte der Zero Velo 4s eine echt gute Figur und wäre meine erste Wahl für den Wintertraining. Selbst in den Kreiseln hatte ich nie das Gefühl von einem schwammigen Fahrverhalten oder dass er nach außen wandern würde. Irgendetwas hat Pirelli mit bei dem Zero Velo 4s richtig gemacht. Bin oft über Splitt oder verdreckte Straßen gefahren, aber konnte noch keine Einstiche oder Schnitte in der Lauffläche des Reifens feststellen.