GCC Leipzig - Bericht von Philip

 

Nach einer durchwachsenen Tour de Kärnten stand für mich direkt das nächste Rennen auf dem Programm- die 'Neuseen Classics', ihres Zeichens das zweite Rennen des German Cycling Cups.

 

Ich traf mich bereits am Samstagmorgen mit unserem 'Capo' Jochen, der nach einem Sturz in Kärnten ersteinmal die Renntauglichkeit seines Körpers testen musste. Wir inspizierten den Kurs rund um den Tagebau.

Nachdem wir am Samstagabend mit dem gesamten Team den ortsansässigen besuchten – oder eher überfielen (… Carboloading ;) - bot sich uns die Chance über Mögliche Renntatktiken nachzudenken, da ohne die Teilnahme des Teams Strassacker ein kleines 'Machtvakuum' entstanden ist.

Am Morgen des Rennens trafen wir uns über pünktlich vor der Öffnung des Startblocks um die vorderen Plätze einzunehmen. 

9:30 Startschuss

Ganz nach dem Motto 'aller Theorie ist grau, entscheidend ist auf dem Platz' ging ist direkt zur Sache und wir starteten mit einem unfassbar hohen Tempo durch Leipzig. Meine Aufgabe an diesem Tag war relativ simpel: Bleib bei Jochen. So versuchte ich auf diesem Kurs, der mir tatsächlich überhaupt nicht lag, mich entweder direkt bei oder in der Nähe von ihm zu halten. Da ich leider nach Kurven kaum aus dem Quark komme, und Kärnten noch in den Beinen hatte, fiel es mir nicht leicht dauerhaft im Vorderfeld zu bleiben. So verlor ich, auf Grund der schlechten Positionierung, am Ende der ersten von zwei Runden im Tagebau, den Anschluss am einzigen Anstieg des Tages. Da mir nichts ferner lag als Konkurrenten wieder ans Hauptfeld heranzuführen, nahm ich die Beine hoch und ließ die anderen Fahrer arbeiten.

Ich war überrascht, dass wir den Anschluß zum Feld wieder herstellen konnten, jedoch wurden in der Gruppe der Favoriten, im mittlerweile strömenden Regen, keine Risiken eingegangen.

Auf der zweiten Runde wurde ich dann auch Zeuge, wie sich die Gruppe des Tages um Anthony, Karsten und Marcel absetzen konnte. So konnten wir verbleibenden Fahrer uns aus der Führung fernhalten und mögliche Ausreissversuche besetzen.

Der Zieleinlauf mit der zweiten Gruppe war mir leider nicht vergönnt, da ich kurz bevor wir den ca. 40 sekündigen 'Stich' zum zweiten Mal passierten, in einer langgezogenen Kurve zu Sturz kam.

Danach war das Rennen für mich gegessen und ich erreichte auf Platz 71, dreckig und blutend das Ziel. Letzlich hat sich der Einsatz allerdings gelohnt, da Anthony den 2.Platz errang, Karsten 6. und Marcel 8. wurde. Durch die grandiose Leistung der Jungs kam ich sogar noch zu dem Genuss unseren 2.Rang in der Teamwertung zu feiern.