Rund um Köln - lange Distanz

Nach Platz 6 im Vorjahr war meine Zielsetzung, dieses Ergebnis zu toppen, auch wenn ich wusste, dass dies nicht einfach werden würde.

 

Nach einer unruhigen schwül- heißen Gewitternacht fühlte ich mich am Morgen des Rennens dennoch stark und motiviert. Da es unser Heimrennen war, wollten wir im Startblock an vorderster Front stehen, somit standen wir geschlossen 1,5 Stunden vor Beginn des Rennens an der Startlinie.

 

Das Rennen startete erwartet schnell und gewohnt hektisch. Ich war froh, heil den ersten Anstieg in Odenthal zu erreichen.

 

Meine erste Verpflegungsstation war am Ende des Anstieges in Sand geplant. Um problemlos an meine Flasche zu kommen, fuhr ich den Anstieg zum Glück an erster Position, denn meine Versorgung stand missverständlich auf der falschen Seite - so konnte ich aber noch rechtzeitig wechseln. Der Anstieg in Sand wurde von einer sehr großen Spitzengruppe bewältigt. Hier hatte ich gehofft, das Feld hätte sich etwas selektiert. Weiter ging es zum legendären Kopfsteinpflaster in Bensberg. Es tat sich ein kleines Loch hinter uns im Fahrerfeld auf, welches jedoch in Richtung Forsbach wieder zugefahren wurde.

 

So ging es in großer Gruppe in Richtung Rösrath, wo der nächste Anstieg nach Heiligenhaus wartete. Am Anfang des Anstiegs war ich etwas zu weit hinten und hatte vor der Kuppe kurzzeitig Probleme die Gruppe zu halten. Dank Roberts toller Unterstützung konnten wir schnell wieder aufschließen. Nun hieß es, für den eventuell entscheidenden Anstieg in Richtung Bärbroich Kräfte zu sammeln. Ich erinnere mich nicht genau, aber irgendwo auf dem Weg nach Hohkeppel konnte sich Florian Bauer absetzen. Ab dem Zeitpunkt leistete Strassacker keine Führungsarbeit mehr.

 

Jetzt waren die anderen Teams gefordert. Im Anstieg nach Bärbroich attackierte ich zusammen mit Anthony. Patrick Altefohne und später Valentin Szalay konnten zu uns aufschließen, während Strassacker hinten versuchte, das Tempo zu verschleppen. Leider gelang es dieser kleinen Gruppe nicht, sich länger abzusetzen.

 

Dennoch wurde hier stark selektiert, so dass wir uns mit einer ca. 50 Fahrern starken Spitzengruppe zum zweiten Mal auf den Weg zum Anstieg nach Bensberg machten.

 

Hier wurde Florian Bauer wieder gestellt. Anthony übernahm die Führungsarbeit, ich klemmte mich an sein Hinterrad und so kam ich gut über den letzten Anstieg in Bensberg. Noch 20 km bis ins Ziel. Es wurden einige Attacken von verschiedenen Fahrern gefahren, entscheidend absetzen konnte sich niemand. Somit trat mein persönlicher Worst Case - ein Massensprint auf der Rheinuferstrasse.

Auf der Severinsbrücke schon nicht optimal positioniert, belegte ich am Ende im Zielsprint den 14. Platz. Besser sah es für Anthony und Karsten aus, die das Rennen mit Platz 6 und Platz 8 beendeten, abgerundet mit Lukas auf Platz 27, reichte dies für den 3.Platz in der Teamwertung.

 

Anfangs etwas enttäuscht, wollte ich doch mein Vorjahresergebnis (Platz 6) toppen, bin ich dann doch zufrieden. Zielsprint in der großen Gruppe ist nicht meine Stärke, deshalb ist der 14. Platz o.k.