Bochum Wiemelhausen

Am vergangenen Samstag stand für Marcel und mich unser Heimrennen in Bochum-Wiemelhausen auf dem Programm. Auf dem im Vergleich zu den Vorjahren teilweise veränderten Rundkurs waren auf 1,3km je 18 Höhenmeter zu an einem kurzen, knackigen Anstieg zu überwinden. Der Rest der Runde verlief leicht abschüssig und war technisch recht anspruchsvoll. Aufgrund von organisatorischen Schwierigkeiten wurde das Rennen kurzfristig von 25 auf 20 Runden verkürzt.

Beim Blick in die ca. 40 Mann umfassende Startaufstellung viel vor allem Florian Vrecko vom Team Strassacker auf und erinnerte daran, dass dieses Jahr erstmals nicht in der Hobby- sonder in der Jedermannklasse gefahren wurde. Ich selbst machte mir Aufgrund von einigen Krankheiten und generellem Trainingsrückstand eigentlich seit Mai wenig Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis, mit Marcel am Start hatten wir aber natürlich einen heißen Sieganwärter im Rennen.

 

Erwartungsgemäß waren es dann auch Herr Vrecko und Marcel, die sich von Beginn an absetzten und einsam ihre Runden an der Spitze zogen. Dahinter bildete sich eine Zweiergruppe und folgend eine größere Gruppe, unter anderem mit mir. Nach ein par Runden konnte ich mich gemeinsam mit einem weiteren Fahrer aus dieser Gruppe lösen. Ich war ein bisschen begeistert davon, wie gut ich vor allem in den Kurven, sonst meine große Schwäche, zurecht kam.

 

Während das Führungsduo nach und nach weite Teile des Feldes überrundete, konnte ich mit meinem Begleiter 3Runden vor Schluss die zwei vor uns einholen. Ziemlich überraschend ging es für mich also plötzlich um einen Podestplatz. In der vorletzten Runde beging ich dann aber einen ziemlichen taktischen Schnitzer, indem ich in der Führung um die letzte Kurve vor dem Anstieg fuhr, dann schön gleichmäßig beschleunigte um dann kurz raus zu nehmen und somit einem meiner Mitstreiter eine perfekte Attacke mit Schwung vom Ende der Gruppe zu ermöglichen.

 

Kurz nachdem wir in die letzte Runde starteten beendeten die Führenden bereits ihr Rennen (bis auf uns vier hatten sie tatsächlich alle überrundet) wobei Marcel seine ganze Klasse und Erfahrung nutze und einen weiteren tollen Sieg einfuhr! Der aus meiner Gruppe geflüchtete Fahrer wurde im Zielsprint noch wieder von uns gestellt, mir blieb aber wie üblich nur der letzte Platz in der Gruppe und somit der sechste Rang.

 

Insgesamt können wir als Team mit dem Auftritt denke ich sehr zufrieden sein und ich blicke jetzt etwas optimistischer auf die nächste Herausforderung bei Rad am Ring.