Rad am Ring 24 Stunden

Bericht von Martin Garbe:

24h Solo Rad am Ring

Geschwindigkeit kann ein Rausch sein, ein Schweben, steil den Berg hinab. Der Tacho zeigt 98km/h an in der Fuchsröhre, leider geht es nicht ganz so schnell von der Ex- Mühle bis zur Hohen Acht hoch, wo bis zu 17% Steigung warten. Eine Tortur, die Gesichter zu Fratzen verzerrt, hechelnd, japsen nach Lüft. Aufgerissene Münder, Speichelfäden, die bis auf den Asphalt reichen. 

Sonntags Morgens um 9 Uhr fühlt es sich genau so an, schließlich lag der Start ja auch schon ein bisschen zurück. Samstag um 12:45 ginges los zum 24h-Rennen bei Rad am Ring. Bis Sonntag morgens um 3 Uhr konnte ich einen guten Rhythmus fahren, bis sich Magen Probleme einstellten, musste ich gezwungener Maßen unterbrechen.

Um 8 Uhr ging es nach einem guten Frühstück wieder auf die Strecke, der Magen hatte sich beruhigt und ich konnte noch einige Runden drehen bis zum Zieleinlauf, der sich Emotional gestaltete, da fast alle Fahrer von den ganzen Teams rechts und links auf der Zielgeraden standen, ein echt super Gefühl da durch zu fahren. Es reichte trotz Pause in der Nacht noch zu Platz 190 von 605 Finishern.

Formel-1 Pilot Jackie Stewart war von der Strecke so beeindruckt das er Ihr den Namen „Grüne Hölle“ gab. Man könnte es auch als Hassliebe bezeichnen, eine Strecke die allen Fahrern, sowohl im Auto, Motorrad oder auf dem Rad alles abverlangt, aber auch schöne und emotionale Momente bietet.