Dresden GCC 105km

 

Bericht von Lukas Lange:

 

Sonntag ging es nach Dresden - zum Rennen mit meinem besten Vorjahresergebnis. 

Es stand schon länger fest, dass Jochen und Karsten in Dresden nicht starten werden, dass dazu aber noch 6 weitere Fahrer vom Team nicht an den Start gehen werden, war so nicht geplant. 

 

So habe ich Samstag während der Arbeit noch Lars und Reinhard als Gastfahrer organisiert und mich mit Alex zusammen um die Ummeldung gekümmert.  Danke Jungs fürs Einspringen ! 

 

Dank der relativ kurzen Anreise aus Magdeburg ging es Sonntag früh auch erst um 7 Uhr los mit dem Ziel, das Vorjahresergebnis zu verbessern und Schadensbegrenzung in der Teamwertung zu betreiben. 

Lars und ich waren  gegen 9 dann vor Ort und haben uns schon mal den Ziel und Startbereich angeguckt. 

Danach die übliche Routine: Räder fertig machen etc. 

 

Kurz nach dem Zieleinlauf der 63km Runde sind wir dann die Strecke abgefahren und haben unsere Taktik an die vorhandenen Fahrer angepasst. 

 

Möglichst früh ging es dann in den Startblock, um sich direkt von Anfang an aus dem gröbsten raus zu halten und vorne im Feld zu bleiben. Nach einiger Zeit auf dem Neumarkt in praller Sonne ging es dann pünktlich los. Direkt wurden die ersten Attacken gefahren und ein relativ hohes Tempo angeschlagen. Ein 45km/h-Schnitt war es in der ersten Runde und es wurde nicht wirklich langsamer. Ungünstiger Weise haben wir in der ersten Runde bereits Michael S. Nicht mehr vorne mit in der Gruppe gehabt.

 

In den ersten 3 Runden habe ich meine Teamkollegen nur vereinzelt zu Gesicht bekommen und bin die meisten Attacken selbst mitgegangen. Ohne wirklichen Sprinter unsere voraussichtlich beste Möglichkeit für gute Platzierungen. 

 

Es konnte sich aber keine Gruppe entscheidend absetzen. Sobald alle Top Teams vertreten waren wurden die Beine hochgenommen oder wenn jemand fehlte wurde hinten nach geführt.  

 

Somit lief alles auf einen Zielsprint hinaus. Die Frage war auf welchen Zug setzt man. 

Wir waren  nicht in der Lage, einen eigenen Zug aufzubauen und so entschloss ich mich hinter dem BKK Mobil Oil Zug  einzusortieren. Mit einem ungünstigen Timing des Zuges  war unter anderem ich zu früh zu weit vorne und habe mich noch etwas zurückfallen lassen müssen da gleichzeitig der Leeze Zug fahrt aufnahm. 

Dort wieder rein geklemmt direkt hinter einem Ex Profi Sprinter und einem weiteren Sprinter ohne Team ging es auf die letzten 800 Meter. Diese kämpften mit reichlich Körpereinsatz um das Hinterrad. Um kein Risiko einzugehen, fuhr ich in den Wind und dran vorbei. Die letzten Meter dann im schwersten Gang und Vollgas leider von etwas zu weit hinten. Auf den letzten Meter konnte ich noch einige Fahrer abfangen und mir den 11. Platz sichern. In der Auslaufzone dann erst mal sortieren wer ist wo gelandet. Lars hatte auf den richtigen Riecher und hat ein gutes Hinterrad erwischt und wurde trotz schweren Beinen vom Training am Vortag 2. 

 

Der Samstagnachmittag Einsatz hat sich also gelohnt ! 

 

Alex und Robert das wird teuer :-P 

Somit hieß es warten auf die Siegerehrung und die Teamwertung. Diese ließ lange auf sich warten und wir konnten zwar die Gesamtführung im GCC nicht verteidigen aber sind mit unserer Notbesetzung noch auf Platz 3 in der Tagesteamwertung gefahren, Schadensbegrenzung also geglückt. 

 

Auf dem Heimweg gab es einen kurzen Stopp mit Eis und die Entscheidung zu Hause noch auszurollen war auch schnell gefallen so gab es in Magdeburg noch einmal 2 Stunden lockeres rollen und ein weiteres Eis . 

 

Also kurz zusammengefasst ein gelungener Sonntag. 

 

Ohne Kapitän oder Sprinter fährt sich so ein flaches Rennen doch deutlich anders als mit aber Spaß macht es so oder so :D