Erfahrungsbericht Bell Zephyr Helm

Nachdem das Team DKS im vergangenen Winter mit Bell Helmets einen neuen Helmausrüster präsentieren konnte, sind die Helme natürlich auch schon viele Kilometer im Training und Wettkampf von den einzelnen Mitgliedern gefahren worden. Dies nehmen wir zum Anlass, einen kleinen Erfahrungsbericht über unsere neuen Produkte zu schreiben.

Der Zephyr ist eine komplette Neuerfindung von Bell und wurde auch schon von den Profis vom Team LottoJumbo bei der Tour de France gefahren. Laut Bell soll durch das neue „Re-Curve“-Design der Helm näher am Kopf sitzen, weniger auftragen und dem durchschnittlichen Nutzer besser passen.  Durch die „Progressive Layering”-Bauweise werden beim Zephyr zwei unterschiedlich harte EPS-Schaumschichten untrennbar miteinander verklebt. Durch den Verzicht auf „Überrollkäfige“ soll zum einen Gewicht gespart und zum anderen die Ventilation verbessert werden. Besonders innovativ ist das verlängerte Frontpad, um den Schweißfluss vor der Brille abzuleiten und so für einen klaren Durchblick zu sorgen.

Im alltäglichen Fahrgebrauch machen sich die o.g. Features durchaus direkt bemerkbar. Die Luftventilation ist meines Empfindens überdurchschnittlich, denn schon bei moderaten Geschwindigkeiten spürt man (Frau) ein kleines Lüftchen durch die Haare wehen. In hitzigen Bergaufpassagen macht sich das verlängerte Front-Pad bemerkbar: Kaum nennenswerter Schweiß rinnt die Stirn herunter und benetzt die Brillengläser. Die Pads leisten also hier erfreuliche Saugarbeit. Das Verstellsystem (Float Fit Race) ist sehr einfach in der Handhabung: Ein kleines Rädchen im Nacken gewährleitstet eine sehr gute Fixierung. Ich hatte nie Probleme, den Helm schnell aufzuziehen und auch währen der Fahrt sitzt der Helm wackelfrei und sicher. Auch mit dünnen Race Caps unter dem Helm hatte ich keine Probleme. Etwas nervig und fummelig war nur ganz zu Beginn vor der ersten Fahrt die Einstellung der Gurte auf die richtige Länge. Aber einmal richtig um die Ohren und das Kinn justiert sitz der Helm sicher und wackelt nicht. Das merkt man auch während der Fahrt: der Helm ist relativ leicht (gewogene 276 gr in Größe M) und man spürt in kaum. Aerodynamisch ist mir nichts Besonderes aufgefallen; sicher gibt es leichtere und/oder aerodynamischere Helme. Als normaler Straßenradhelm fällt der Zephyr aber nicht negativ auf. Dazu trägt auch das frische, dynamische Design bei.

 

Fazit:

 

Der Zephyr ist ein Helm mit neuem, frischem Design. Er ist vielleicht nicht der leichteste und auch nicht der aerodynamischste Helm aller Zeiten. Aber nach fast 10.000 gefahrenen Kilometern sticht der Tragekomfort und die gute Ventilation des Helmes hervor. Meiner Meinung nach sind gute Helme jene, die man während der Fahrt kaum noch spürt – der Bell Zephyr kommt dem sehr nahe.