Bericht Teamrad Fuji Transonic 1.3

Bericht von John Klinkhammer:

 

Nach nun rund 5700 gefahrenen Kilometern und 5 Rennen möchte ich die Eindrücke, die ich im Zeitraum von Januar bis August 2018 vom diesjährigen Modell des Fuji Transonic 1.3 gewonnen habe, in einem kurzen Erfahrungsbericht zusammenfassen.

Beim Transonic 1.3 setzt Fuji auf die bewährte Qualität der aktuellen mechanischen Version von Shimanos Topgruppe Dura Ace (R9100). Erwartungsgemäß hat die Schaltgruppe im Hinblick auf Handhabung und Schaltperformance einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Ebenso konnten die Bremsen in Bezug auf Bremsleistung und Dosierbarkeit in gewohnter Weise überzeugen. Aufgrund der Konstruktion des Rahmensets kommen beim Transonic sowohl vorne als auch hinten die Direct Mount Versionen der Bremszangen zum Einsatz.

Wie bei nahezu allen Komplett-Rennrädern von Fuji, sind auch beim Transonic die Anbauteile, wie Vorbau, Lenker, Sattelstütze und Sattel von Fujis Tochtergesellschaft Oval. Sämtliche Komponenten machen einen wertigen Eindruck und sind sauber verarbeitet. Obwohl oftmals eine sehr individuelle Sache, kam ich mit Lenker und Sattel sehr gut zurecht, so dass ich selbst bei der durch die Rahmengeometrie bedingten sehr sportlichen Sitzposition auch nach längeren Ausfahrten oder Rennen keine Beschwerden verspürte. Das oftmals bei Aerorahmen auftretende Problem der sicheren Befestigung der Aerosattelstütze hat Oval pfiffigerweise dadurch gelöst, indem an der Seite der Sattelstütze, an der der Befestigungskeil die Sattelstütze festklemmt, eine raue Struktur in die Oberfläche eingearbeitet wurde. Damit ist ein sicherer Halt der Sattelstütze auch ohne Montagepaste gewährleistet.

Die mitgelieferten Vollcarbon Aerolaufräder sind ebenfalls von Oval und gehören aufgrund ihres hohen Felgenprofils sicher nicht zu den Leichtgewichten unter den Carbonlaufrädern. Ebenso war auffallend, dass trotz der Speichenzahl von 20 Speichen vorne und 24 Speichen hinten die Laufräder einen etwas labilen Eindruck hinterließen. Da könnte Oval nachbessern und für etwas mehr Steifigkeit sorgen. Sehr positiv sind die Bremsflanken der Laufräder zu bewerten, die im Zusammenspiel mit den mitgelieferten Bremsbelägen in jeder Situation, auch bei Nässe, sehr zuverlässig agierten.

Insgesamt liefert Fuji mit dem Transonic 1.3 ein sauber und sehr ordentlich aufgebautes Rennrad ab. Die oben beschriebene Ausstattung und kleine Details, wie etwa die gut erreichbar montierten Zugeinsteller, der integrierte Kettenfänger, oder die verschraubten Lenkerstopfen zeugen von einem hohen Qualitätsbewusstsein. Das Transonic 1.3 ist eine leistungsfähige Rennmaschine, die mich unter anderem aufgrund ihres agilen, aber dennoch jederzeit beherrschbaren Fahrverhalten, völlig überzeugt hat