Zolder Cycling Cup

Samstags ausschlafen und anschießend Rennen fahren, etwas Schöneres kann es eigentlich nicht geben. Unter diesen Vorraussetzungen machten sich am Samstag Thomas und Daniel auf den Weg nach Zolder um am 1. von 3 Läufen im Rahmen des Zolder Cycling Cups auf der ehemaligen F1-Rennstrecke teilzunehmen.

Am frühen Nachmittag fanden sich über 80 Fahrer ein, das Rennen war als “Hobbyrennen” ausgeschrieben, Fahrer mit einer Lizenz durften nicht teilnehmen. Dieser Umstand hat in Belgien aber gar nichts über die Qualität der Fahrer zu sagen. Auch das Material mit dem die Fahrer antraten war beeindruckend, so teures Material wird man bei deutschen Amateurrennen, auch nur sehr selten zu Gesicht zu bekommen.

Der Wetterbericht trübte eigentlich im Vorfeld durchgehend die Vorfreude, Regen und 5 Grad waren vorhergesagt, auf dem Weg nach Zolder gingen auch immer wieder Schneeregen und sogar Hagel auf die Straße nieder. Pünktlich zum Rennbeginn, kam allerdings die Sonne raus und das Thermometer stieg über 10 Grad. Das Rennen blieb tatsächlich trocken und somit hatte man nur mit dem starken Wind zu kämpfen.

An der Startlinie gab es noch kurz ein Briefing und anschließend ging es auf eine erste neutralisierte Runde, der erste Lauf des Zolder Cycling Cups sollte gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden. Nach der Neutralisation zeigte sich direkt, wie das Rennen laufen sollte, es gab ständig Attacken, die immer wieder zugefahren wurden. Daniel hielt sich weit vorne auf um den Abgang einer eventuell größeren erfolgsversprechenden Gruppe nicht zu verpassen, Thomas hatte es sich etwas weiter hinten im Feld gemütlich gemacht.

Das Grundtempo des Rennens war einfach zu hoch, dazu kamen zwei kurze Geraden, auf denen der Wind so brutal von vorne draufstand, dass spätestens dort die Versuche immer scheiterten. 

Nach circa 2/3 des Rennens kam es auf einer Geraden dazu, dass sich alle anguckten nachdem gerade wieder eine Gruppe gestellt wurde. Das Feld wurde breit, es wurde langsam und schon knallte es. Leider musste Thomas dem Sturz ausweichen und fand sich neben der Rennstrecke wieder, nach einer kurzen Crosseinlage war er wieder auf der Rennstrecke, die nun aufgegangene Lücke konnte er leider nicht mehr schließen und verlor den Anschluss.

Daniel arbeitete sich auf der letzten Runde weit nach vorne und erwischte auf der Geraden vor der Zielgeraden tatsächlich auch ein sehr gutes Hinterrad welches ihn durch den Gegenwind unter die ersten 10 spülte, leider wurde in der letzten Kurve von innen eine sehr große Welle gefahren und somit bestand keine Chance mehr weiter vorne einzugreifen. Somit sprang nicht mehr als Platz 15 heraus. Nach einem für Daniel von Krankheit geprägten Frühjahr, dennoch ein sehr guter Test für die anstehenden Aufgaben im GCC.