Rund um Köln - lange Distanz

 

Bericht von Lukas Renken:

 

Was sind die Ambitionen bei einem Rennen vor heimischer Kulisse? Insgeheim natürlich ein Sieg in Einzel- und Teamwertung.

Dass es den Jungs vom Team Deutsche Kinderkrebsstiftung tatsächlich gelingen würde, beim Radklassiker „Rund um Köln“ so abzuliefern, hätte im Vornherein wohl keiner so richtig gedacht.

Der Wettergott hat es in jedem Fall gut mit uns gemeint, vielleicht sogar etwas zu gut. Die angekündigten Temperaturen von über 30 Grad haben sich bestätigt und ließen das Rennen auf jeden Fall nicht einfacher werden. Nach gründlicher Durchsicht der Startunterlagen wurde uns dann auch bewusst, dass es kein einfaches Rennen wird, insbesondere, weil wir mit den krankheitsbedingten Ausfällen von Stefan und Oliver etwas geschwächt in das vierte Rennen des German Cycling Cups an den Start gehen mussten.

Aufgrund der personelle Schwächung mussten wir unsere Taktik etwas anpassen und so sollten die ersten 80 km defensiv gestaltet werden. Jedoch galt es, wachsam zu sein und auf mögliche Aktionen der konkurrierenden Teams kontrolliert zu reagieren.

Pünktlich um 09.30 Uhr fiel der Startschuss am Rheinauhafen und die gut 1.000 Fahrer starteten in die 123 km lange Rundstrecke, auf der es etwa 1.200 Höhenmeter zu bezwingen galt.

Zunächst entlang des Rheins ging es über die Deutzer Brücke und Mühlheim in Richtung Odenthal. Wie erwartet wurde das Tempo wesentlich durch die Teams Leeze und Strassacker kontrolliert.

Nach gut 25 km wartete in Altenberg der erste Anstieg auf die Fahrer und hier konnte das Feld das erste Mal sortiert werden. Über Bechen ging es wellig und bergab Richtung Bergisch Gladbach. Die knackige Welle in Sand wurde in der erste Runde ordentlich gedrückt, so dass auch hier das große Fahrerfeld deutlich dezimiert worden ist. Durch die gute Konterarbeit von Karsten konnten sich auch nach dem Pavé-Anstieg zum Schloss Bensberg keine Fahrer entscheidend absetzen.

Über Rösrath führte die Strecke weiter nach Brodhausen, wo mit dem Weierberg der rennentscheidende Anstieg warten sollte.

 

Wie geplant setzte Anthony direkt zu Beginn des knapp 3 km langen Anstiegs eine harte Attacke, welcher nur Christoph Mai (Team Strassacker) und Christian Kreuchler (Team BKK Mobil) folgen konnten. Relativ schnell konnten sich das Flucht-Trio absetzen und einen Vorsprung von gut einer Minute herausfahren. In der etwa 40 Mann starken Verfolgergruppe befand sich neben Karsten leider nur noch Lukas. 

Die zweite Welle Sand wurde durch die ausgedünnte Verfolgergruppe kontrolliert gefahren, so dass auch hier keine weiteren Fluchtversuche erfolgten.

Die letzten 25 km ging es flach und Zügig Richtung Köln.

Die dreiköpfige Spitzengruppe um DKS Kapitän Anthony arbeitete hervorragend zusammen, so dass der in Bensberg kurzzeitig verloren gegangene Christian Kreuchler wieder aufschließen konnte und sich das Trio erfolgreich gegen die Verfolger durchsetzen konnte. In einem unfassbaren knappen Sprintfinale konnte sich Anthony mit nur einigen Zentimetern Vorsprung gegen Chrisoph Mai (2. Platz) und Christian Kreuchler (Platz 3) durchsetzen und holte somit den umjubelten Gesamtsieg beim Radklassiker Rund um Köln.

Etwa eine Minute später rollte das Verfolgerfeld an. Aufgrund einer fehlenden Ausschilderung der letzten Abzweigung verpassten einige Fahrer diese. Aus dieser Situation heraus kam es leider zu einem schweren Sturz von Florian Anders vom Team Percy Mesh, welchem wir an dieser Stelle eine schnelle Genesung wünschen.

In einem hektischen Sprintfinale konnte Karsten auf den 7. Platz und Lukas auf den 16. Platz sprinten. Philip erreicht in der zweiten Gruppe als 49. das Ziel und brachte so noch die entscheidenden Punkte für den. 2. Platz in der Teamwertung.

Somit konnte das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung neben dem sensationellen Tagessieg auch den zweiten Platz der Teamwertung des German Cycling Cups erfolgreich verteidigen.

 

Ergebnisse Team Deutsche Kinderkrebsstiftung:

 

 

1. Platz:               Anthony Spysschaert
7. Platz:               Karsten Klein
16. Platz:             Lukas Renken
49. Platz:             Philip Peitzmeier
59. Platz:             Zoltán Lengyel
67. Platz:             Herbert Schwaninger
49. Platz:             Sören Seidel
77. Platz:             Moritz Dehnert
108. Platz:           Alessio Wolf
128. Platz:           John Klinkhammer
168. Platz:           Daniel Bojko
169. Platz:           Michael Schmidt
255. Platz:           Simon Richers