Schleizer Dreieck - lange Strecke

Bericht von Alessio Wolf:

 

Nachdem das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung den 2. Platz der Teamwertung beim letzten „Heimrennen“  in Köln Anfang Juni eingefahren hat, waren die Fahrer hoch motiviert, in Schleiz auf das Podium eine Stufe höher zu steigen. Das Wetter war beim Startschuss pünktlich um 9:00 Uhr ideal, sonnig, angenehm warm und alles war angerichtet für ein schönes Radrennen an der ehemaligen Motorrennstrecke Schleizer Dreieck. Den Kurs mit seinen 7,5km und 70 Höhenmeter sah auf dem Papier relativ herausfordernd aus, musste bei der Langdistanz 16 mal umfahren werden und wurde im späten Rennverlauf mit heißen Temperaturen und hohem Tempo noch deutlich schwerer als gedacht.

Gleich zu Beginn ging sofort die Post ab und die ersten fünf Runden wurden extrem schnell absolviert. Einige Fahrer konnten das hohe Tempo nach kurzer Zeit nicht mitgehen und das Feld wurde von Anfang an bei dem entscheidenden Anstieg in der Runde ausgesiebt. Andere Fahrer mussten nach der Tempoarbeit für ihr Team Tribut zollen und sich zurückfallen lassen.  Das ohnehin kleine Starterfeld wurde also in den paar Runden deutlich selektiert und somit hat bei einigen Teams die Taktik bereits Früchte getragen.

Vor allem Fahrer wie Christian Müller oder Christian Kreuchler machten es am Anstieg durch zahlreiche Attacken sehr schwer, allerdings war das Team DKS vorne bestens aufgestellt und konnte jeden Ausreißversuch parieren oder entschärfen. Unsere ursprüngliche Taktik, mit unserem Kapitän Anthony Spysschaert eine harte Attacke zu fahren um eine kleine Spitzengruppe zu bilden gelang leider nicht ganz. Durch die optimale Tagesform an der Spitze mit Karsten Klein und Stefan Parinussa gab es eine neue Rennsituation.

Nach ungefähr der Hälfte des Rennens ging unglücklicherweise durch Fahrer im vorderen Feld eine größere Lücke auf und unsere Fahrer Lukas Renken, Michael Schmidt, Oliver Dieball und Philip Peitzmeier konnten diese bei dem hohen Tempo sowie im Gegenwindabschnitt nicht mehr schließen.

Vorne wurde immer weiter die Geschwindigkeit hoch gehalten und so konnte sich die Spitzengruppe mit ca.15 Fahrern absetzen, die später den Tagessieg unter sich ausgemacht hat. Auch ein Solo-Vorstoß von unserem Fahrer Herbert Schwaninger der vom Hauptfeld auf die Spitzengruppe nochmal aufschließen konnte, musste zugleich am Anstieg wieder reißen lassen, weil die Tempoverschärfungen zu viele Körner kosteten.

Nun wurde das Finale der letzten drei Runden eingeläutet und Karsten Klein konnte dem Druck anderer Fahrer am Anstieg standhalten und somit auch psychisch ein Zeichen setzen dass heute mit dem Team DKS zu rechnen ist. In der letzten Runde gab es noch einmal einen Angriff von Marek Bozniatski und diesmal setzte Stefan Parinussa zum Konter an und ziehte mit. Doch die Spitzengruppe konnte auf die zwei Fahrer aufschließen und so kam es zu einem Zielsprint den Benjamin Ahrendt vor Stefan gewann. Unser Kapitän Anthony wurde sechster Karsten Klein siebter und Lukas Renken holte den 22. Platz. Herbert wurde 24. Philip 25. Sören Seidel 35. und Eberhard Janzen 40. Durch diese starke Vorstellung und Zusammenarbeit aller DKS Fahrer wurde es mit dem Teamsieg belohnt!

Die Siegerzeit für die anspruchsvollen 120km betrug 2:57:19 Stunden und zeigte wie hart der Sieg ausgefahren wurde.

 

 

Next Stop – Nordschleife die grüne Hölle