Everesting - Marcel Hartmann

Das "Everesting" findet mangels Wettkämpfen zunehmend Gefallen im Team.

Hier ein Bericht von Marcel Hartmann zu seinem Versuch:

 

Am Sonntag, den 31.Mai ging es los. Das Projekt "Everesting" stand auf meinem Plan. Warum das Ganze? 

Naja, es gibt keine Rennen, daher braucht es verrückte Ideen.

Um 5 Uhr morgens kurz vor dem Parkplatz fast noch einen Unfall mit einem Reh gehabt. Ging ja gut los. Dann aber ab aufs Rad und mal schauen was der Tag so bringt. 

 

 

Die ersten 1000Hm waren recht locker, danach gab es Begleitung für die nächsten 1000HM. Ich hatte recht früh meine Pace über den Haufen geworfen. Das war mir zu anstrengend ständig auf Zeiten zu achten. Ich fuhr einfach nach Gefühl, für mich war es gefühlt locker. Ich verfolgte auch kein zeitliches Ziel. Bei Runde 21 von 84 dann die erste Pause. Flaschen auffüllen und Frühstück. Weiter gings wieder alleine. Bei Runde 33 dann nochmal für 10 Runden Unterstützung auf dem Rad durch meinen Bruder. Bei Runde 40 dann die nächste lang ersehnte Pause. Wieder Flaschen füllen, einen Schluck Kaffee, eine Brezel und einen Pfannkuchen mit Erdnussbutter. Knapp die Hälfte war geschafft. Die Beine machten noch mit. Die Ziele wurden jetzt kleiner gesteckt. Ich habe nur noch von Pause zu Pause gedacht. Ich legte bei Runde 50, 59, 67, 74 und 79 meine Pausen ein. Mit Frau und Kind am Straßenrand waren die nächsten Runden sehr erträglich. Mit den Rufen "Papi Papi" pushte das doch nochmal enorm. Ab Runde 68 war ich dann aber alleine auf der Straße. Das Kind musste ins Bett:-(. Die Anstiege zogen sich in die Länge.

Doch bei Runde 75 sah ich das Reh wieder. Wahrscheinlich das gleiche von heute morgen, das ich fast mit dem Auto erlegt hatte. Bei 79 dann die letzte Pause mit Cola und Kaffee. Endspurt! Ich konnte nochmal das Tempo anziehen und als die 84. Runde begann kam ich mir vor wie auf den Champs Elysées.

Geschafft! Eine tolle Erfahrung, die ich nicht wiederholen werde. Insgesamt bin ich dennoch erstaunt über mich selbst wie gut ich diese Strapazen durchgehalten habe. Zu keinem Zeitpunkt war ich körperlich am Ende. Das Ganze war eine reine Kopfsache und durch die gute Unterstützung ein machbares Projekt. Ein großes Dankeschön an meine Frau und Kind und meinen Bruder.  

 

Hier noch ein paar Zahlen: 

 

- 305km

- 84 mal den gleichen Anstieg mit 1,8km und 5,9% im Schnitt.

- 8865Hm

- Zeit: 13:59h

 

 

Sportliche Grüße 

Marcel