Vorbericht Erzgebirgstour 2020

Nach einem äußerst ungewöhnlichen Saisonverlauf beginnt der Rennbetrieb unter besonderen Umständen im sächsischen Erzgebirge

 

 

Nach dem pandemiebedingten verzögerten Saisonstart ist die Erzgebirgstour das erste Rennen für das Team im Jahr 2020. Nach langen Überlegungen und Abwägungen entschied man sich dennoch, bei der dreitägigen Rundfahrt an den Start zu gehen. Mit dem dortigen Sicherheits- und Hygienekonzept hält das Team es vertretbar, wieder so etwas wie den Normalzustand herzustellen. Obwohl man sich im Klaren darüber ist, dass die Umstände nach wie vor besonders sind und die Fahrer sensibel und rücksichtsvoll mit den Gegebenheiten umzugehen gewillt sind. Dazu zählen das Einhalten des Abstandsgebots wo und wie immer es möglich ist und selbstverständlich vor und nach dem Rennen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

 

 

Aber auch der sportliche Aspekt der Tour ist nicht zu verachten. Von Freitag, 10. Juli bis Sonntag 12. Juli 2020 stehen 3 Etappen mit insgesamt 212 km und 4150 Höhenmetern auf dem Programm. Los geht es mit einem Kriterium in Aue – Bad Schlema auf einem 2,4 km Rundkurs um den dortigen Kurpark. Dabei sind insgesamt 20 Runden à 42 Höhenmetern zu absolvieren. Addiert macht das auf 48 km stolze 840 Hm. Die Streckenbesichtigung ergab zudem, dass dort 2 kleinere Ansteige mit bis zu 10% Steigung eingebaut sind, die zudem über Pflaster führen. Es darf also ein spannendes und hartes Auftaktrennen erwartet werden.

 

 

 

Am Samstag wartet auf die Teilnehmer die längste Etappe mit 90 km und 1900 Höhenmeter rund um das Markersbacher Oberbecken, verteilt auf 3 Runden à 30 Km. Dabei sind 2 längere Anstiege zu meistern und wirklich längere, flachere Abschnitte gibt es auch nicht. Diese Etappe werden sich die Bergspezialisten angestrichen haben, gibt es zusätzlich auch die meisten Punkte für das Bergtrikot zu holen.

Entschieden wird die Erzgebirgstour am Sonntag mit einem Rundstreckenrennen auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal. Auf der Moto-GP-Strecke sind 20 Runden à 3,7 km und 70 Höhenmetern zu absolvieren. Jeweils 2 kleinere Steigungen mit Bergwertung und eine Sprintwertung auf der Start-/Ziellinie sorgen nicht nur dafür, dass die Rennfahrer/Innen nochmal alles aus sich herausholen müssen, sondern auch dass die Sieger der Wertungsklassen und der Gesamtwertung erst Sonntagmittag feststehen dürften.

 

 

Für das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung stehen Dino Moll, Herbert Schwaninger, Felix Schwebe und Michael Schmidt an der Startlinie. Zielsetzung ist aufgrund des ungewöhnlichen Saisonverlaufs und des sehr stark besetzten Feldes ein Gesamtwertungsergebnis im vorderen Viertel. Je nach Etappenstart am Freitagabend und dem Verlauf am Samstag ist das Team bestrebt, sich alle Möglichkeiten für einen erfolgreichen Rennverlauf offenzuhalten.