Bericht Rothaus Riderman #2

Bericht: Oliver Dieball, Benny Beck und Felix Schwebe, Bilder von Daniel Pessara:

 

Am ersten Tag stand das Zeitfahren an. Für die meisten ging es hier wohl eher nicht darum, wichtige Sekunden im GC zu gewinnen, sondern viel mehr ein bisschen die Beine anzutesten und zu gucken, wo man mit der Form im Vergleich zu Konkurrenz aktuell steht.
Das wichtigste für mich (Benny) war eher die Qualifikation für den Startblock A zu schaffen
und dabei gleichzeitig so viel Energie wie möglich für den nächsten Tag zu sparen.

Obwohl ich mit einer 23:21 eine eher schlechte Zeit gefahren bin, reichte es gerade noch so für Startblock A und somit hatte ich mein Ziel für den Tag erreicht. Da man nur etwa eine halbe Stunde mit dem Zeitfahren beschäftigt war, blieb auch noch genügend Zeit, endlich wieder alle aus dem Team zu sehen.


Die zweite Etappe war die vorbestimmte Queen-Stage des diesjährigen Riderman. Auf 120 Kilometern waren etwa 2.000 Höhenmeter zu bewältigen - kein Tag für die Sprinter. Bei sonnigen 20°C und damit perfektem Wetter folgte der Startschuss um 12:05 Uhr. Nach 14 Kilometern wurde die erste Bergwertung abgenommen. Dort konnte Felix den 2. Platz und 3 Punkte einfahren. Bei Kilometer 32 folgte dann die erste wirkliche Bergprüfung des Tages. Mit 1,5 Kilometern, 8,9% durchschnittlicher Steigung und einem maximalen Anstieg von 19% wurde die erste Selektion des Feldes auf ca. 100 Starter durchgeführt. Nach einer langen Abfahrt folgte dann der längste Anstieg des Tages. Dort konnten Anthony und Benny sich in die erste Verfolgergruppe fahren, während Oliver und Felix in der zweiten Verfolgergruppe über die Bergwertung fuhren. Danach wurde insbesondere in der Führungsgruppe hart um das Bergtrikot gefahren.  Die Teams, die keine Fahrer in der Spitzengruppe hatten, versuchten eine Zeit lang verzweifelt den Vorsprung auf die Spitzengruppe zu verkleinern, jedoch mussten viele wohl recht tief gehen, um überhaupt in diese Gruppe zu kommen und so wuchs der Vorsprung immer weiter, bis er letztlich auf etwa vier Minuten angewachsen war. Das empfanden die Jungs von Straßacker dann wohl auch als ausreichend, um wieder mit Führungsarbeit zu übernehmen und so blieb der Rückstand für den Rest des Tages etwa konstant. Anthony versuchte noch ein paar Mal, der Gruppe zu entkommen, um zumindest auf die Fahrer dieser Gruppe ein paar Sekunden gut zu machen, blieb aber leider erfolglos. Dabei hatte Anthony leider die richtige Gruppe verpasst, sodass Benny für den Rest des Tages versuchte, für Anthony die Führungsarbeit in der zweiten Gruppe zu organisieren. Dahinter konnte sich Felix mit einer kleinen Gruppe absetzen, aber mangels Mitarbeit seiner Begleiter nicht zur Gruppe um Anthony und Benny aufschließen. Am Ende eines sehr harten Renntages erreichten Anthony und Benny in der zweiten Gruppe das Ziel. Oliver und Felix führten gemeinsam mit einigen anderen Team eine ca. 20 Fahrer starke Verfolgergruppe ins Ziel.


Die dritte Etappe des Riderman zeichnete sich durch ihr hohes Tempo und drei wesentliche Anstiege aus. Auf den ersten 55km galt es möglichst vorne positioniert zu sein um Körner für die Anstiege aufzusparen. Direkt zum Start, der dem der vorherigen Etappe entsprach, gab es eine Bergwertung und das Tempo war direkt zu Beginn sehr hoch. Dabei konnte sich Felix die erste Bergwertung und 10 Punkte sichern. Danach blieb das Feld zusammen und somit galt es gemeinsam ab Kilometer 58 einen 7 km langen Anstieg zu bewältigen. Dabei folgte eine kleinere Selektion auf eine Gruppe von ca. 80 Fahrern. Es folgten zwei kurze
aber giftige Wellen, in denen viele Fahrer den Anschluss an das Feld verloren. Die Abfahrten waren schnell und es entstanden die ersten Lücken. Anthony schaffte es sich mit einer Gruppe vom Feld zu lösen. Benny, Felix und Oliver stellten den Anschluss an die Verfolgergruppe sicher und hatten Anthony auf den letzten Kilometern in Sichtweite. Zwei Fahrer schafften den Sprung in die Spitze und schlossen auf dem letzten Kilometer in die Gruppe von Anthony auf. Auf dem letzten Kilometer versuchten wir dann noch einmal alles zu geben um eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Der Riderman 2021 war ein schöner Saisonauftakt für unser Team und es hat uns allen viel Freude bereitet an einem so großen und so gut organisierten Event teilzunehmen.