Sparkassen Münsterland Giro 95km

Bericht von Marcel hartmann, Bild von Danie Pessara:

 

Am Tag der deutschen Einheit findet traditionell der Münsterland Giro statt. Nach einer doch eher kurzen Saison war dies bereits das letzte Saisonrennen.
Um 4:00 Uhr morgens fing der Tag bei mir bereits an. Die Anreise von knapp 300km nach Münster stand bevor.
Am Start der 95km Runde standen vom Team DKS: Alex, Daniel, Christopher, Lukas, Michael,  Dino und ich (Marcel).
Um 8.45Uhr bei milden Temperaturen um die 16 Grad erfolgte der Start. Wir standen alle relativ weit vorne, um so möglichst schnell auf das Renngeschehen reagieren zu können.

Zu Beginn des Rennens war es noch trocken, doch nur wenige km später setzte der Regen ein. Heftiger Wind, Windböen und Regen, dazu ein passendes,  anspruchsvolles Streckenprofil sorgten für ein richtiges Klassikerfeeling. Am Anfang des Rennens war das Feld noch relativ geschlossen, es war hektisch. Jeder wollte stets vorne fahren. Bei Kilometer 17 begann das Rennen dann wirklich. Nach einer Linkskurve verengte sich die Spur und der erste Anstieg des Tages selektierte das Feld mal so richtig. Aufgeschnürt wie an einer Perlenkette zog sich das Feld in die Länge. Ich musste doch einiges investieren und Plätze gut machen, um vorne hin zu fahren. Es gelang mir letztendlich und die Gruppe war nach der Kuppe auf ca. 40 Fahrer geschrumpft. Mit vorne dabei waren noch Dino, Michael und ich. Das Rennen war sehr abwechslungsreich. Es folgten immer wieder Anstiege von ca. 1km Länge mit ca. 4% im Schnitt. Bei jedem Anstieg wurde das Feld in die Länge gezogen und der ein oder andere Fahrer musste reißen lassen. Es gab zwischenzeitlich eine Ausreißergruppe von drei Fahrern, die jedoch kurz vor dem Ziel gestellt wurde. Auf den letzen 5 km kam noch ein enger Feldweg, bei dem es nochmal wichtig war, sich vorne zu platzieren. Als die Flamme Rouge erschien war klar: Jetzt zählt es. Michael spannte sich wie Tony Martin vors Feld und fuhr und fuhr. Direkt dahinter ich und Dino. Ca. 500m vor dem Ziel immer noch das gleiche Bild. Der Wind kam heftig von vorne. Michael verließen etwas die Kräfte, ich war in zweiter Position. Es war allerdings viel zu früh. Ich hätte mir ein paar Sprinterbeine gewünscht, aber dem war nicht so. Am Ende war ich auf Platz 12, direkt dahinter folgte Dino als 13. und Michael kam als 28. in der Spitzengruppe ins Ziel. Sicherlich war mehr drin, aber alles in allem ein guter Saisonabschluss. Den Sprint der Verfolgergruppe gewann Daniel als 39. Dahinter folgten Christopher (42.), Lukas (62.) und Alex (65.) Es war wirklich ein schönes Rennen und ein tolles Streckenprofil. Es hat einfach Spaß gemacht.