Bilster Berg

Bericht von Manuel Eckervogt:

 

Am Ostermontag stand für mich mit der „offenen Bergmeisterschaft NRW“ das sage und schreibe erste Rennen seit 2019 an. Immer wieder hatten mir Corona, Krankheiten oder organisatorische Schwierigkeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht und so war ich ordentlich nervös aber auch sehr glücklich, als ich bei schönstem Sonnenschein an der Startlinie stand.
Der Kurs bot auf einer 4,2km langen Runde 120 Höhenmeter, die sich auf einen längeren „Rollerberg“ und ein, allerdings sehr kurzes, Steilstück verteilten. Mit meiner Vorbereitung war ich insgesamt sehr zufrieden, allerdings stand nach so langer Wettkampfpause trotzdem ein dickes Fragezeichen hinter meiner Form.

Das „Rose Team Münsterland“ war als einziges mit mehreren (insgesamt vier) Fahren vertreten, ansonsten standen nur Einzelstarter an der Linie. Direkt nach dem Start ging es den längeren Anstieg hinauf und wie üblich war direkt Vollgas angesagt. Oben angekommen machte mir meine Lunge deutlich den Unterschied zwischen Training und Wettkampf klar, aber ich konnte mit der Spitze mitfahren.
Die ersten vier Runden liefen immer nach dem gleichen Schema. Im „flacheren“ Teil attackierte ein Fahrer von Rose, bis zum Berg wollte niemand nachführen, bergauf wurde Vollgas gefahren und der Ausreißer wieder gestellt. Dies dünnte die Spitze schon merklich aus, wobei der Anstieg nicht schwer genug für eine Selektion unter ähnlich starken Fahrern war.
In der fünften Runde gingen wir dann erstmals ohne Ausreißer in den Berg und ich sah eine Chance, die zahlenmäßige Überlegenheit von Rose zu reduzieren und fuhr Vollgas von vorne. Ich merkte zu spät, dass lediglich Patrick Dören (Rose) mein Hinterrad halten konnte und ließ daher dummer Weise in Erwartung weiterer Fahrer eine Lücke als er kurz vor der Kuppe an mir vorbei fuhr, die ich auch leider nicht direkt wieder schließen konnte. Der nächste taktische Fehler war dann, auf andere zu warten statt weiter Vollgas zu geben und zumindest den zweiten Platz anzustreben.
So bildete sich eine Verfolgergruppe mit Felix Pembauer (Campana Racing Team), Jann-Paul Jakisch, Patrick Rothweiler, Christoph Wisse (Rose) und mir. Leider war hier aber nun komplett die Luft raus und alle waren nur noch darauf bedacht, keinen weiteren nach vorne entwischen zu lassen. Somit war die Entscheidung um den Sieg gefallen und im unausweichlichen Sprint konnte ich lediglich Platz fünf erringen.
Im Ziel überwog zunächst Enttäuschung, da ein besseres Ergebnis möglich gewesen wäre, doch mit etwas Abstand freue ich mich hauptsächlich darüber, endlich wieder Rennen gefahren zu sein und dass die Form für die nächsten Aufgaben stimmt.