Essec Cycling Series – Zolder 60km

 

Bericht von Jan Zimmermann:


So eine Rennstrecke hat schon was, breite Straßen, geiler Asphalt, schnelle Kurven und die Stimmung der Rennstrecke als solche. Fünf Fahrer aus dem Team DKS hatte es an diesem sonnigen, eventuell mit ein paar Tropfen versehenen Samstag nach Zolder verschlagen. Darunter: Daniel, Michael, Pierre, Thomas und eben mich, Jan, alle höchst motiviert und Bock einfach mal nur großes Blatt zu fahren.

15 Runden, 60km standen am 08.05.2022 auf dem Plan. Wir starteten um 10:30 mit ein paar Aufwärmrunden, für mich war es auch das erste Mal auf dem Zolder Circuit, alles rollte sehr gut, die Schikanen waren sehr interessant. Um 10:50 begann die Startaufstellung, Daniel und Michael, wussten natürlich direkt was zu tun ist: sich ganz nach vorne stellen. Pünktlich um 11:00 dann der Startschuss, die erste Runde war noch neutralisiert und wurde vom Führungsfahrzeug gepaced. Dadurch, dass Daniel und Michael ganz vorne standen, waren so sie gut wie auf jedem Foto zusehen. #all4thegram

Das Tempo der ersten Runde war noch relativ entspannt, die meiste Zeit wurde versucht so gut es geht im Windschatten des Führungsfahrzeugs zu fahren. Die Fahrer um mich rum waren auch noch recht entspannt. Für mich war es nach langer Zeit das erste Rennen in so einer großen Gruppe, es ist schon gewöhnungsbedürftig sich auf den Nebenmann zu verlassen/verlassen zu müssen.

Runde 2: Das Führungsfahrzeug fährt voraus, die ersten versuchen sich via Sprint an der Spitze des Feldes zu platzieren, um als erstes durch die Kurve zu fahren, das Tempo erhöht sich. Michael und Daniel befinden sich an der Spitze des Feldes, ich versuche in der Mitte mitzurollen, Thomas und Pierre habe ich aus den Augen verloren.

Es rollt weiter, das Rennen ist geprägt von kleinen Attacken, gerade vor Schlüsselpunkten, wie beispielsweise den Schikanen oder der „Steigung“, die man in der Regel einfach durchdrückt. Ich fahre ein paar Mal in die Spitzengruppe/Breakaway, sonderlich arbeiten wollten meine Kollegen in der Gruppe allerdings nicht, sodass die Gruppe immer nach ein paar Minuten wieder eingeholt wurde. Michael und Daniel orientieren sich das ganze Rennen über an der Spitze des Feldes, das Tempo variiert von Runde zu Runde, auch zum Ende hin konnte sich keine Gruppe absetzen. Das liegt vermutlich am äußerst flachen Profil des Kurses und dem Gegenwind auf der Zielgeraden.

Durch eine Glocke wird die letzte Runde eingeläutet, das Feld wird noch ein Stück nervöser, das Tempo steigt, es wird versucht sich von der Gruppe abzusetzen, ich bin zu dem Zeitpunkt in einer Spitzengruppe, diese wird allerdings vor der ersten Schikane eingeholt und ich verpasse die Möglichkeit an einer relevanten Stelle ans Feld anzuknüpfen. Ich rolle mit dem Feld durchs Ziel, Michael wird in der letzten Kurve von der Strecke gedrängt, kann jedoch ohne Probleme wieder auf diese zurückkehren. Das Rennen stand unter dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“, für mich war es definitiv ein Erlebnis.

Nach dem Rennen waren wir alle froh, dass wir uns dazu entschieden hatten, der Kurs ist einfach spitze, die Atmosphäre und einfach Rennen zu fahren. Wir entschließen uns nach dem Rennen, das Rennen/Wochenende noch mit ein paar Fritten abzuschließen – es hat sich definitiv gelohnt :D