Rund um Köln - 70km-Strecke

 

Bericht von Manuel Eckervogt, Bilder von Hans-Werner Vits:

 

Am vergangenen Sonntag stand für das Team bei herrlichem Radfahrwetter „Rund um Köln“ an. Knapp 70km, garniert mit 3 ernsthaften Anstiegen im Mittelteil, waren zu bewältigen. Da einige Leistungsträger durch Krankheit bzw andere Rennen fehlten, startete das „Event-Team“ ohne übermäßige Ambitionen, aber verstecken wollten wir uns bei unserem Heimrennen natürlich auch nicht.
Allen war klar, dass die ca 24km bis zum ersten Anstieg hektisch und nicht ungefährlich werden würden und so waren einige starke und erfahrene (Christopher, Bo, Philipp) Fahrer extra dafür abgestellt, insbesondere die Fahrer zu schützen, die zwar stark am Berg sind, zum Teil aber Probleme haben, sich in großen Feldern gut zu positionieren (Manuel, Dino).

Die Jungs erfüllten ihren Job hervorragend und konnten die „Bergziegen“ aus den leider erwartbaren Stürzen heraus und frisch und gut positioniert ins erste topographische Hinderniss entlassen.
Hier gab es die erwartete Selektion. Leider schaffte es nur Manuel in die ca. 15-köpfige Spitzengruppe. In der ersten Verfolgergruppe konnten sich unser Sprinter Daniel und Dino halten. Leider fehlte also auch hier der vierte Mann für die Teamwertung. Über die Abfahrt, die kurzen Flachstücke und den Anstieg nach Sand blieben die Gruppen konstant doch am letzten Berg nach Bensberg, der zum Teil über Kopfsteinpflaster führte, kam es in der Spitzengruppe noch einmal zu einer Selektion.
Manuel hatte auf dem Pflaster Probleme und fand sich so nach der Abfahrt in einer vierköpfigen Verfolgergruppe ca 100m hinter der Spitze. Es gelang ihm aber im folgenden welligen Abschnitt „auf der letzten Rille“ wieder zur Spitze aufzuschließen. Die mehrfach vertretenen Teams (Scuderia Südstadt, Campana, Haberich, Rheinhessen) schlugen vorne ein sehr hohes Tempo an (insgesamt wurde das Rennen fast mit einem 42er Schnitt gefahren) das weitere Ausreißversuche effektiv unterband und so kam es in Köln zum Sprint, in dem (die erfahrenen Leser werden sich nicht wundern) Manuel keine gute Figur machte und als 12er ins Ziel kam.
Daniel (18.) und Dino (22.) konnten in ihrer Gruppe fordere Plätze belegen und auch Max warf (eine weitere Gruppe dahinter) noch mal alles in die Waagschale (44.) um eine gute Teamwertung zu ermöglichen. Fast hätte es hier auch zum Podium gereicht, am Ende fehlten lediglich zwei Plätze auf das drittplazierte „Rose Team Münsterland“. Insgesamt muss man sagen, dass wir keine großen Fehler gemacht haben, sondern an diesem Tag andere einfach besser waren als wir. Aber wir kommen wieder und nächstes Jahr stehen auch wir wieder auf „unserem“ Kölner Podium.
Weniger versöhnlich sind allerdings einige Dinge zu bewerten, die sich im Finale abspielten. Waren die Stürze zu Beginn wohl vor allem dem üblichen Gedrängel im Feld zuzuschreiben und damit mehr oder minder „unvermeidlich“ wurden am Ende mehrere Fahrer falsch und damit in den normalen Straßenverkehr geleitet. So etwas ist nicht nur einer solchen Veranstaltung unwürdig, sondern auch akut lebensgefährlich für uns Sportler wie auch die anderen Verkehrsteilnehmer. Wir wünschen allen Gestürzten gute Genesung und hoffen sehr, dass sich derartige Szenen nicht wiederholen!