Tour Transalp

 

Unser Teamfahrer Herbert Schwaninger ist als Einzelstarter beim berühmten Etappenrennen, das über berühmte Anstiege wie den Stelvio und den Mortirolo führt, am Start gewesen.

Nach einem eher bescheidenen Anfang konnte er dann seine Form finden, wie es weiter ging, hat er festgehalten:

 

 

Etappe 1:

 

Kein guter Tag, ich musste von hinten starten, daher waren die Blöcke A und B direkt weg. Die Aufholjagd kosteten mächtig Körner, was ich dann am letzten Anstieg Richtung Zernez teuer bezahlen musste.

Eigentlich war die Top 5 bei den Einzelstartern in Reichweite, aber die letzten 3 km mit 12% in der Spitze waren bei gefühlt 40°C nur noch eine Qual und die Leistung sank von 300 auf 240 Watt. Tja, es wurde dann Platz 12. Morgen steht das Stilfer Joch auf dem Plan, ich bin gespannt!

 

 

Etappe 2:

 

Ein weiterer Tag zum Vergessen. Die Neutralisierung am Start war ein Chaos, mehrmals musste man aus den Pedalen ausklinken und an roten Ampeln stehen bleiben.Daher galt es dann, Löcher zuzufahren, um eine harmonische Gruppe zu bekommen.


Am Stelvio habe ich leider nicht den Rhythmus gefunden, den ich benötigt hätte. Nichts ging. Die 1:50 Stunden waren eine reine Qual.
Ich hoffe aktuell, das es von jetzt an besser wird als in den ersten beiden Etappen. Ansonsten heißt es jetzt nur noch Spaß statt Gas!

 

 

 

Etappe 3:

 

Wann fährt man am Stärksten bzw. besser als am Vortag?
Genau wenn man das Gefühl hat, egal was passiert, einfach fahren und Spaß haben. So war es bei mir auch heute, obwohl ich Magenprobleme am Start hatte. Problem für mich ist das Frühstück, bei dem ich nicht die richtige Mischung für mich finde. 


Am ersten Anstieg des Tages hieß es daher, die Gruppe zu halten. Und ich war erstaunt, es klappte. Endlich läuft es einmal, aber Vorsicht am zweiten Anstieg jetzt nicht überpacen. Dadurch war ich nun noch gut vorne dabei. 


Den lange Anstieg der nun folgt, fahre ich in meinem Tempo und lasse die Spitzengruppe ziehen. Meine Ziel Zeit 1:58h für 48 km und 1700 hm! Damit bin ich zufrieden und bin endlich hier in den Alpen angekommen.


Morgen werden nun meine "Steher Qualitäten" am Passo Mortirolo gefordert sein und ich hoffe wirklich nicht ausklinken zu müssen! 

 

 

 

Etappe 4:

 

Nun kann ich den Mortirolo auch von meiner Bergagenda streichen. Steil und hart, aber kein schöner Pass. Zusätzlich war die Abfahrt im Regen. Ja das war heute vom Start weg echt kalt und nass, sodass man direkt gefroren hat. Da ich wirklich kein Freund von der Kombination Regen und Abfahrt bin, würde ich persönlich sagen auch das wird immer besser. Eigentlich hat dieses Regenabenteuer sogar Spaß gemacht. Komme auch immer besser rein, Watt zahlen kann ich immer höher halten ohne zu platzen.


Auf der Etappe habe ich nun auch einen Platz gut gemacht. Von 12 auf 9 und nun auf 8. Hoffe meine Beine lassen mich nicht im Stich und ich kann den Diesel mal richtig anschmeißen!

 

 

 

Etappe 5

 

Tour Trans Alp ist für mich nun schmerzlich gelaufen! 


Alles war top heute - und dann die Abfahrt, die mich aus dem Rennen wirft. In der Kurve ein tiefes Schlagloch und Zack Durchschlag und mit 60 über den Asphalt gerutscht.
Neue Narben, neue blaue Flecken und eine tiefe Wut, das Ding nicht zu Ende fahren zu können waren die Folge.

Aber das wichtigste: Ich lebe noch! Ein anderer Fahrer vor mir ist in die Wand geschossen! Hoffentlich hat er keine schweren Verletzungen!

Gute Besserung an dieser Stelle