Rad am Ring 2022 - 150km

Bild: HW Vits
Bild: HW Vits

Am vergangenen Samstag stand mit Rad am Ring eins der wohl schwersten Rennen im GCC auf dem Rennplan. 6 Runden mit insgesamt 150 km und 3000hm auf der bekanntesten Rennstrecke Deutschland – der grünen Hölle. Obwohl man es eigentlich auch Ausscheidungsfahren nennen kann.

 

Da unsere Topfahrer leider krankheitsbedingt ausgefallen waren, sind die Voraussetzungen für uns alles andere als ideal. Dementsprechend war das Tagesziel das gelbe Trikot von Juliane zu verteidigen und zwei Fahrer in die Top 10 zu bekommen.

 

Der Startschuss fiel um Punkt 12:20 Uhr. Von Beginn an hat Strassacker mit ihrer überlegenen Teamstärke an das Tempo des Rennens bestimmt und Runde für Runde wurde an dem fünf km langen Berg zur hohen Acht das ganze Feld dezimiert. Dementsprechend hieß es das ganze Rennen über schonen und versuchen am Berg mit drüber zu kommen. Nach 75 km war das Feld schon gut verkleinert sodass nur noch Mathias und ich vorne vertreten waren. In Runde vier musste auch ich am Berg reißen lassen. Da aber noch über 50 km zu fahren waren, war das Rennen noch lang nicht zu Ende.
Mit einer abgefallenen Gruppe, in der sich unter anderem das gelbe Trikot mit Patrick Altefrohne bewegte, fuhren wir konstant weiter. Als es wieder in den Berg ging hatte keiner mehr die Beine um ein gutes Tempo am Anstieg zu machen. Also setzte ich mich an die Spitze um meinen Rhythmus zu fahren. Zur hohen Acht hoch war ich nur noch mit zwei Strassackerfahrer zusammen, der Rest des Feldes war abgeplatzt. Wir waren uns gleich einig und fuhren ein gutes Tempo weiter. Da mittlerweile 100te Fahrer von den anderen Rennen auf der Strecke waren, wurde es sehr unübersichtlich und chaotisch. Das hatte leider zu Folge das ein Fahrer von unserem Trio zu Sturz kam. Gute Besserung an dieser Stelle!

 

 

Bild: HW Vits
Bild: HW Vits

Als es in der sechsten Runde Richtung Fuchsröhre ging war ein größeres Hauptfeld zu erkennen, an das wir uns schnell heransaugten. Als wir daran vorbeischossen und uns leicht absetzten konnten, wurde mir bewusst das wir uns gerade an die Spitze des Rennes gesetzt hatten. Die Freude verflog aber schnell wieder, denn an der hohen Acht musste ich leider wieder abreisen lassen und die Spitze fuhr wieder weg. Mathias schaffte es auch nicht mehr vorne mitzufahren, sodass wir zu dritt mit einem weiteren Fahrer zusammen Richtung Ziel fuhren. Unser Trio lief sehr gut, nur war es nicht mehr möglich vorne an die Spitze ranzufahren. Nach dem Rennen haben wir erfahren das Mathias 9ter und ich 8ter geworden sind. Wenn man berücksichtigt das unser A-Team durch Krankheitsausfällen momentan stark gehandicapt ist, ist das Ergebnis dafür sehr solide.

 

 

Juliane fuhr ein starkes Rennen und konnte mit ihrem dritten Platz im Rennen ihre Führung um das gelbe Trikot ausbauen. Was soll man sagen, wir haben unsere zwei Tagesziele erreicht und jede Menge Spaß in der grünen Hölle gehabt.
Euer Johannes